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„wenn dein ego zu laut schreit“: Die neue Trap-Ballade von CRS und Keule

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Es ist eine subtile Entwicklung und wenn man nur Woche für Woche durch die einschlägigen Playlists skippt, könnte man sie übersehen: Deutscher Rap wird gerade wieder ziemlich deep und melancholisch. Gehörten die 2010er noch ganz dem Trap-Hype und die letzten Jahre vor allem der elektronischen Club-Musik, so tut sich gerade eine neue Generation von Artists hervor, die den Blick in ihr Inneres wenden. Levin Liam natürlich, das Tooloudfortheroom-Kollektiv aus Hamburg, Elias – und CRS.

Der Newcomer aus Reutlingen im Südwesten Deutschlands veröffentlicht schon seit 2020 eigene Songs, die er selbst irgendwo zwischen Trap und Ballade einordnet. Das passt auch zu seiner neuesten Single „wenn dein ego zu laut schreit“. Für den Song hat er sich außerdem einen Gast eingeladen, der sich mindestens genau so gut wie er darauf versteht, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen: Keule.

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Weniger ist mehr

CRS singt und rappt mit einer kristallklaren Stimme, die unter dem schweren Piano, das auf ihr liegt, fast zerbricht. Im Kontrast dazu steht der charakteristisch kratzige Vortrag vom Flensburger Musiker Keule: „Manchmal steh ich vor deiner Tür und bleib dort einfach kurz stehen / Da du auch vor meiner stehst, können wir uns gar nicht sehen“. Der Song reduziert sich auf das Wesentliche, nur in der Hook brechen dann noch knirschende Drums über den zweistimmigen Gesang der beiden Artists ein. Ein reduziertes Sound-Skelett, das so ähnlich auch schon bei CRS’ letzter Single „kalter beton“ zum Einsatz kam. Da gibt es nicht viel Schnickschnack, hinter dem man sich verstecken könnte – aber das scheint der Newcomer auch nicht zu brauchen.

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