DIFFUS

What’s Poppin? Wie Lil Yachty den Wock nach Polen gebracht hat

Posted in: News

I took the WoOoOoOOock to Poland

Wer viel im Internet rumhängt, wird dieser Tage unweigerlich immer wieder mit Rapper Lil Yachty konfrontiert. In Memes ist er auf dem Schiff der britischen Gründerväter oder als Teil der Wikinger-Invasion zu sehen, denn er hat eine Mission: Den Wock nach Polen zu bringen. Was klingt wie absoluter Non-Sense ist der neueste Streich des schillernden Musikers aus Atlanta, denn sein neuer Song „Poland“ explodiert aktuell auf allen Plattformen – und das, obwohl die Single ausschließlich auf Soundcloud veröffentlicht wurde. „I twerk to dis heavy“, verkündet Tyler, The Creator unter dem Snippet zu „Poland“ auf Instagram und spricht damit laut aus, was wir alle fühlen.

Mit dem obskuren Synth-Beat von F1lthy und Yachtys eiernder Autotune-Performance hat der Song alles, was es braucht um in der täglichen Musik-Flut aufzufallen, belächelt zu werden – und sich dann hartnäckig im Unterbewusstsein festzusetzen. Die virale Hook-Line „I took the Woooooock to Poland“ hat dabei übrigens nichts mit asiatischen Pfannengerichten zu tun, sondern viel mehr mit Wockhardt – dem pharmazeutischen Wirkstoff der Rap-Droge Codein. Mit „Poland“ lässt Lil Boat die schroffe Attitüde seiner Detroit-Projekte links liegen und kehrt zurück zur der weirden Catchyness seiner Anfänger – nur scheint die Welt diesmal bereit dafür zu sein. 

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Lil Yachty, RD, Lil Boat · POLAND – LIL YACHTY(PROD. F1LTHY)

Ye wird gesperrt

Ärger um Ye – schon wieder. Oder immer noch? In den vergangenen Wochen hat der Rapper, Produzent, Designer und Unternehmer öffentlich in den sozialen Medien seinen Krieg gegen die bisherigen Kollaborations-Partner Adidas und GAP ausgetragen. Auf dem Höhepunkt dieses Kreuzzugs in eigener Mission hat Ye dann auf der Pariser Fashion Week mit seinem „White Lives Matter“-Shirt für schockierte Headlines gesorgt und die Kontroverse weiter geschürt. Nachdem er in den letzten Tagen auf Instagram erhitzte Chatverläufe mit Diddy und Supreme-Designer Tremaine Emory geteilt hat, hat sein reges Posting-Verhalten nun ein plötzliches Ende gefunden: Kanye West ist sowohl auf Instagram als auch Twitter bis auf weiteres gesperrt. Der Grund: Unverschleierte antisemitische Äußerungen.

So schrieb er auf Twitter in einem inzwischen von der Plattform gelöschten Beitrag: „I’m a bit sleepy tonight but when I wake up I’m going death con 3 On JEWISH PEOPLE. The funny thing is I actually can’t be Anti Semitic because black people are actually Jew also You guys have toyed with me and tried to black ball anyone whoever opposes your agenda.“ Uff. Als Fan von Yes musikalischem Schaffen wird es immer schwerer, solche Aussagen von seiner Kunst zu trennen. Vielleicht ist das diesmal also wirklich das Öffentlichkeits-Aus für Ye, denn ohne Megafon bleibt auch die flammendste Predigt ungehört. Und das ist hier wirklich besser so.

Kid Cudi – Entergalactic (Album)

Mr. Rager sagt Lebewohl. In einem kürzlichen Interview mit Zane Lowe sagt Kid Cudi: „I think I’m closing the chapter on Kid Cudi. You know, I’ve made a lot of music, man, I said a lot and I just have other desires“. Statt auf die Musik möchte sich der Rapper zukünftig mehr auf seine Familie, aber auch auf andere Projekte konzentrieren. Wie diese aussehen könnten, verrät sein neuer Animationsfilm „Entergalactic“, der in Zusammenarbeit mit Netflix entstanden ist. Die knallig-bunte Komödie erinnert an den „Spiderverse“-Film, aber auch an Feel-Good-Klassiker wie „When Harry Met Hally“ und kommt außerdem mit dem passenden Soundtrack. Sein mutmaßlich vorerst letztes Album heißt ebenso „Entergalactic“ und beschließt dieses letzte Kapitel seiner Musik-Karriere mit psychedelisch melodischem Rap-Sound, wie ihn eben keiner außer Kid Cudi kann. 

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Freddie Gibbs – $oul $old $eperately (Album)

Freddie Gibbs ist der Beweis dafür, dass es manchmal nichts als harte Arbeit und Beharrlichkeit braucht, um sich einen Namen zu machen. Der Rapper hat in den vergangenen Jahren unermüdlich ein Projekt nach dem anderen veröffentlicht und kontinuierlich den Weg für einen modernen Boom-Bap-Entwurf geebnet. Mittlerweile ist Freddie Gibbs 40 Jahre alt, so richtig entflammte der Hype um ihn allerdings erst vor zwei Jahren mit seinem gefeierten Album „Alfredo“ gemeinsam mit Produzent The Alchemist. Nun liefert „Gangster Gibbs“ endlich neues Material und zwar in Form des Albums „$oul $old $eperately“. War „Alfredo“ mit zehn Tracks auf die absolute Essenz herunter gekocht, fällt „$$$“ mit seinen 15 Song etwas umfangreicher aus. Genauso auch das Feature-Aufgebot: Mit Offset, Moneybagg Yo, Rick Ross, Anderson .Paak, Raekwon, DJ Paul, Pusha T, Musiq Soulchild und Scarface hat Freddie Gibbs die Besten aus New und Old School um sich geschart. 

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Quavo & Takeoff – Only Built For Infinity Links (Album)

Sie hatten einen respektablen Lauf und nun ist er zu Ende: Die Migos. Für mehr als zehn Jahre hat sich das Trio aus Atlanta im Rap-Game bewegt und ganze Generationen mit einem Flow beeinflusst, der heute einem Trap-Blueprint gleichkommt. Aber nun scheint vorerst Schluss zu sein mit der Gruppe, zumindest in bisheriger Aufstellung. Kürzliche Interviews mit Quavo und Takeoff bestätigen, was Anspannungen und kleine Details schon in den letzten Monaten angedeutet haben: Migos sind ab jetzt nur noch ein Duo.

Details zu den genauen Umständen oder dem aktuellen Verhältnis zu ihrem Cousin Offset verraten sie nicht, aber fürs erste scheint dieser seine eigenen Wege zu gehen. Quavo und Takeoff veröffentlichen dagegen ein Album zu zweit: „Only Built For Infinity Links“. Weitestgehend inszenieren sich die beiden als Duo, als wäre nichts gewesen und liefern die bewährte Migos-Formel. Die ist 2022 mit Sicherheit nicht mehr die Neuerfindung des Rades, die sie mal war, trotzdem ist durchaus beeindruckend, wie konsequent Quavo und Takeoff sich treu bleiben.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


YG – I Got Issues

Wenn ich an YG denke, denke ich an modernen Westcoast-Trap und die Bloods. Mit beidem ist der Rapper aus Compton so eng verknüpft wie kaum ein anderer und es gibt wohl kein Bild von ihm, auf dem er nicht zumindest ein rotes Bandana irgendwo an sich trägt. Trotzdem kann YG auch über Gang-Politik hinwegsehen und hat bis zu dessen Ableben eine enge Freundschaft mit Nipsey Hussle geführt – der ja bekanntlich die Crips repräsentiert hat.

Sein Verlust hat eine spürbare Lücke bei YG hinterlassen, trotzdem gibt es auch neue Gesichter im engsten Kreis des 4Hunnid-Oberhaupts. So zum Beispiel sein Signing Mozzy, mit dem im letzten Jahr das gemeinsame Album „Kommunity Service“ erschien und der auch auf YGs neuer Platte „I Got Issues“ zu finden ist. Mit bouncendem G-Funk, Trap und ordentlich Boss-Aura rappt YG von toxischer Liebe, Überfällen, Rausch und Nüchternheit. Mein bisheriger Favorit: Die gefühlvolle Collab „Sober“ mit Roddy Ricch und Post Malone.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Bree Runway – That Girl

Bree Runway stammt aus London, trotzdem glänzt die Rapperin mit internationalem Sound, statt sich der dortigen Drill- oder Grime-Szene zuzuordnen. In aufwändigen Musikvideos und Outfits inszeniert sie sich als Pop-Rap-Diva à la Nicki Minaj, Cardi B oder Doja Cat – und vielleicht ist sie ja sogar bald die nächste in dieser Aufzählung. Nachdem ich im Februar hier ihre Afrobeat-Single „Pressure“ vorgestellt hatte, folgte im März kurz darauf ihr nächster Song „Somebody Like You“ und dann erstmal eine ganze Weile gar nichts. Nun ist Bree Runway allerdings zurück und stellt klar: Sie ist „That Girl“. Auf diesen Titel hört ihr neuester Song, ein selbstbewusster, club-tauglicher Banger, der sich seine Einflüsse aus dem R&B wie auch aus dem Industrial-Bereich gleichermaßen zieht.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.