Wie Nazis versuchen, Animes zu kapern: Propaganda in the Shell im DIFFUS Print-Magazin
Wir freuen uns sehr, die sechste Ausgabe unseres Print-Magazins zu präsentieren! Das Heft kommt mit 128 Seiten Inhalt und mit großem, doppelseitigem Poster. Im Shop habt ihr die Möglichkeit, das Heft zu abonnieren. Damit bekommt ihr jede Ausgabe pünktlich zur Veröffentlichung nach Hause geliefert. Das neue DIFFUS Print-Magazin erscheint am 13. Mai 2026.
Wer sich in der Anime-Community auskennt und sich selbst dort bewegt, kennt sie: Profile mit niedlichen Figuren, die auf den ersten Blick harmlos wirken – und doch tauchen in den Kommentarspalten plötzlich vermehrt rassistische Anspielungen wenn nicht sogar hasserfüllte Botschaften auf. Was wie ein Widerspruch erscheint, ist längst Teil einer Strategie. Rechtsextreme Gruppen nutzen gezielt die Ästhetik und Sprache von Anime, um ihre Ideologie subtil zu verbreiten und neue Zielgruppen – vor allem jüngere Menschen – zu erreichen.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Memes oder Provokationen, sondern um ein System aus Symbolen, Insider-Witzen und sogenannten Dog Whistles. Begriffe, Bilder und Referenzen werden hier so eingesetzt, dass sie für Eingeweihte klare Botschaften senden – während sie für Unwissende unscheinbar bleiben. Gerade die Verbindung aus scheinbar „unschuldiger“ Popkultur und radikalen Inhalten macht diese Taktik so wirksam und schwer entlarvbar. Warum ausgerechnet Anime – ein kulturelles Produkt aus einem nicht-weißen Kontext – für diese Gruppen so attraktiv ist, und wie sich diese Dynamiken online und offline zeigen, beleuchtet der Essay im Detail. Die komplette Analyse und Einordnung findet ihr im neuen DIFFUS Print-Magazin.
Text: Kim Ly Lam
Foto: NurPhoto
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.