„Wir hatten nicht viel, aber wir hatten Herz“ – Luvre47 liefert sein Debütalbum
Luvre47 macht ehrlichen Straßenrap aus Berlin-Neukölln. Mit Songs wie „BLAU“ oder seiner letzten Single „Kein Bock“, auf der er zusammen mit Paula Hartmann zu hören ist, hat er bereits einiges an Qualitäts-Material abgeliefert. Auf der neuen Single „Herz“ gibt er nun weitere Einblicke in seine persönliche Geschichte und gibt dem Titeltrack seines neuen Albums ein angemessenes Video.
Luvre47 – Herz
Mit der Veröffentlichung seiner „Hamsterrad EP“ schaffte es Luvre47, sich einen Namen in der Szene zu machen. Es folgte das Kollabo-Album „Zweimalvier“ mit Bangs und nun sein eigenes Album, auf dem der Song mit Paula Hartmann das einzige Feature ist.
Auf den 13 Songs des neuen Albums sind neben Storytelling vor allem Straßen-Ego und Selbstreflexion vordergründig. So rappt der junge Berliner aus Gropiusstadt smooth über Chancenungleichheit, Wut, Sucht und Weiterkämpfen. Dabei zeigt er sich von einer verletzlichen Seite auf atmosphärischen Trap- und Drill-Produktionen.
„Du verfluchst dein Elternhaus / ich frag mich wie soll ich zurückzahlen / was mir Mom und Dad trotz all der Scheiße mitgaben“, rappt er zum Beispiel in „Herz“. Im Video ist er allein im Wald und beim Sprayen mit seiner Crew zu sehen. Zusammen mit der Überwachungskamera-Ästhetik, geht der sowieso schon emotionale Song noch einmal mehr unter die Haut.
Luvre47 erzählt im Interview mit DIFFUS, dass er vor allem durch den eigenen Rap-Konsum dazu gekommen ist, selbst zu schreiben. Beeinflusst wurde er dabei vor allem durch US-Underground-Rap. Damals in der iPod-Ära wurden die begehrten Songs noch auf Festplatte von einem Kumpel von ihm nach Deutschland gebracht. Heute geht das zum Glück alles etwas einfacher, und „Herz“ kann in Dauerschleife gestreamt werden. Und wer immer noch nicht genug hat, kann sich freuen – denn im März wird auch eine Deluxe-Version erscheinen samt fünf weiteren Tracks.
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