Wo Darksounds auf softe Melodien treffen: Antonia XM
Kennt ihr noch diese bunten Tüten, die man sich als Kind am Kiosk gekauft hat? Man wusste nie genau, welche Süßigkeit man als nächstes aus dem Papier zieht. Mal süß, mal sauer, mal hart, mal soft. Ungefähr so fühlt es sich auch an, das neue Album von Antonia XM zu hören. Während ein Track noch von funky Synths und elektronischen Sounds lebt, ist der nächste durchzogen von Akustikgitarren, Bass und ihrer vibrierenden Stimme. Sängerin, Produzentin und DJ. Das vielfältige Talent der Newcomerin ist in jedem der elf Songs geradezu erlebbar. Antonia XM gehört definitiv zu einer der besten neuen Künstler:innen! Und wir stellen sie euch hier einmal vor.
Eigenes Label, Theatermusik und mehr!
Mit „Watch the World End“ erschien im Juni 2026 das Debütalbum von Antonia XM, ihre ersten Releases lassen sich aber bis 2020 zurückdatieren. In den Jahren darauf folgten EPs, Features mit unter anderem Salò und Neunundneunzig – die auch auf dem Album einen Gastauftritt haben – sowie erste Live-Auftritte.
Ihre Leidenschaft für Kreativität und Musik zeigte sich sogar noch früher. Im Jahr 2016. Seitdem betreibt sie das Wiener Label Ashida Park, eine Plattform für hybride Formen elektronischer Musik und digitaler Kunst. Außerdem ist Antonia XM – die mit bürgerlichem Namen übrigens Antonia Matschnig heißt – Theatermusikerin. Das heißt, neben ihren eigenen Musikprojekten arbeitet sie seit 2022 zusammen mit Matthias Köhler unter anderem am Staatstheater Stuttgart, Theater Münster und dem Kosmos Theater Wien. Alles was dort narrativ auf der Bühne erzählt wird, untermalt sie mit ihren musikalischen Werken.
Underground-Clubmusik und Singer-Songwriter-Indie-Stuff sind nach eigener Aussage ihre Wurzeln, was dann wiederum auch die Symbiose in ihren Tracks erklären dürfte. In einem Interview erklärt Antonia: „I love dark sounds, I love distorted bass or actually distorted everything. I also love really soft and emotional melodies and guitars and filtered synth lines and, yeah also filtered everything actually“. Genau danach klingen ihre Lieder eben auch: Als hätten Grungy Club Darkness und Akustik Soft Girly Pop sich geküsst.
Nett sein, Soft sein – das ist ihr Motto
Auch wenn der Titel ihres Albums „Watch the World End“ auf den ersten Blick vielleicht etwas Anderes vermuten lassen würde – ganz so schwarzmalerisch sind die Tracks nicht. Im Gegenteil. In all der turbulenten, chaotischen Weltlage will sie trotzdem irgendwie präsent und soft bleiben. Sich nicht komplett unterkriegen lassen. Nett sein. Nicht aufhören, sich zu kümmern. Und das ist ja eigentlich auch das Beste, was passieren kann!
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