Yin Kalle hätte auf seine Shawty hören sollen
Dass der Berliner Rap-Untergrund so spannend und lebendig ist wie lange nicht, dürfte in diesen Monaten kein Geheimnis mehr sein. Künstler wie Pashanim oder Symba erobern mit ihren Songs mittlerweile die Charts, aber auch Kasimir1441, BHZ oder Yin Kalle wissen den Hype auf ihrer Seite und liefern regelmäßig Tracks, die ein großes Publikum erreichen. Der Schöneberger Rapper Yin Kalle hat in den letzten Monaten regelmäßig Songs veröffentlicht und gleichzeitig betont, dass er noch auf einem Berg weiterer fertiger Releases sitzt. Nachdem er mit „Rock Dior“ einen langjährigen, knallenden Fan-Favoriten veröffentlicht hat, meldet er sich mit „Baby Ja“ zurück. Sein jüngstes Release entführt die ZuhörerInnen in entspanntere Soundgefilde: Auf einem sphärischen Beat lässt Kalle seinen Emotionen freien Lauf, denn anscheinend ist sein Herz leicht angeknackst. „Sie will mit mir tanzen, aber ich bin viel zu gone / Ich will keine Xannies, Bruder ich will Chloroform / Shawty, Baby ja die alten Zeiten sind vorbei / Bitte glaub‘ mir, ich denk‘ jeden Tag nur an uns zwei“ heißt es im ersten Part und auch der Rest des Songs klingt ungewohnt reflektiert. Doch Yin Kalle wäre nicht Yin Kalle, wenn er sich nicht über den hohen Preis seiner Balenciaga-Treter echauffieren und den ganzen Track mit obligatorischen Adlibs bespicken würde. Nichtsdestotrotz deutet sich in „Baby Ja“ eine Entwicklung im Mindset von Yin Kalle an, die wir mehr als begrüßen. Schließlich soll der Berliner noch viele weitere Songs und Tapes auf die Welt loslassen. „Baby Ja“ ist übrigens die erste Single aus seinem neuen Tape und nach diesem Auftakt sind wir gespannt, wie das Projekt klingen wird.
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