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Young Thug kommt nach Schuldbekenntnis auf Bewährung frei 

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Diese Woche ist in den USA ein langer Prozess gegen Rapper Young Thug überraschend zu Ende gegangen – Jeffery Williams, wie Young Thug mit bürgerlichem Namen heißt, hat sich in dem laufenden Prozess schuldig bekannt. 

2022 wurde der Rapper, der als einer der einflussreichsten Artists seines Genres in der letzten Dekade bezeichnet werden kann, gemeinsam mit 28 anderen Verdächtigen aus seinem Label inhaftiert. 

Gangkriminalität unter dem Label YSL

Die Vorwürfe: Organisierte Kriminalität unter dem Deckmantel des eigenen Labels YSL. Vor allem Young Thug soll mehrfach gegen den berüchtigten RICO-Act verstoßen haben. Dieser ermöglicht es, Personen wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung anzuklagen, auch wenn sie Straftaten nur angeordnet, aber nicht selbst ausgeführt haben.

Young Thugs Label YSL wurde von der Staatsanwaltschaft als eine solche „kriminelle Gang“ eingestuft, in der die Labeltätigkeit nur als Deckmantel gedient haben soll. Der Prozess wurde zum längsten Strafprozess in der Geschichte des US-Bundesstaates Georgia.  

Durch Schuldbekenntnis auf Bewährung frei

Gestern kam es dann aber zum überraschenden Schuldbekenntnis von Young Thug: Er übernehme die volle Verantwortung für seine Verbrechen und die Anschuldigungen. Durch das Bekenntnis und die bereits in Haft verbrachte Zeit muss der Rapper jetzt dann doch nicht ins Gefängnis. Er bekommt eine Bewährungsstrafe von 15 Jahren, in denen Young Thug sich von Waffen, Drogen und seiner Heimat Atlanta fernhalten muss.

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