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Yugo entführt uns mit seiner neuen EP in sein inneres „Babylon“

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Der Wiener Poster-Boy Jugo Ürdens veröffentlichte 2018 mit „YUGO“ ein äußerst spannendes Album, das sich irgendwo zwischen dreckigem Untergrund-Rap und poppigen, eingängigen Elementen bewegt. In der Folge bekam er beim Rin-Label Division einen Vertrag, spielte einige Konzerte und machte sich so einen Namen als vielversprechender Newcomer. Nachdem er im April dieses Jahres in einem Livestream tiefe Einblicke in seine aktuelle Arbeit ermöglichte, veröffentlicht der Rapper vor einigen Wochen die erste Single seiner gleichnamigen EP namens „Babylon“. Der Song „Babylon“ zeigt mit seiner eindrucksvollen Instrumentierung, dass Jugo Ürdens mittlerweile Yugo ist und dementsprechend verändert klingt. Mit Melodie und feinster Autotone-Stimme rappt er über seine Streitsucht und seine Wiener Hood. Doch der Titeltrack seiner neuen EP offenbart gerade mal eine Facette des vielseitigen Extended Players. Songs wie „Noch Immer Da“ oder „Chaos“ setzen sich mit inneren und äußeren Konflikten des Wieners auseinander und beleuchten die melodiöse und rhythmische Seite von Yugo. „Rainy Days“ sorgt mit seiner markanten Melodie und der Autotune-versehenen Murmel-Stimme von Yugo allerdings für den experimentellsten und vielleicht sogar spannendsten Moment des neuen Projektes. Mit dem einzigen Gastauftritt von Felly ist mit „Aha“ obendrein ein moderner Representer-Track als Schall-gewordene Kirsche auf der Torte zu finden. Das sphärische und überaus präzise geschusterte Soundbild wurde auch von dem Alexis Troy typischen Signature-Sound geprägt, welches sich Yugo bestens zu eigen macht und für sich weiterentwickelt. Fazit: „Babylon“ macht Lust auf mehr Rap aus dem Nachbarland und wir können kaum erwarten zu hören, wie sich Yugo auf Albumlänge künstlerisch entfalten kann.

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