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Zouj entführt mit „j0_0j“ in eine animierte Welt

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Adam Abdelkader Lenox ist ein Name, der bereits in den letzten Jahren im Leipziger Untergrund seine Runden gemacht hat. Früher noch Teil der Band Lingua Nada mit einer Mischung aus Post-Hardcore-Indie-Punk-Grunge und nun als Zouj mit einer komplett anderen Stilrichtung. Das neueste Projekt verschreibt sich ganz der elektronischen Pop-Musik oder besser gesagt dem Glitch-Pop.

„Ich versuche, meine Maschinen menschlich klingen zu lassen, indem ich Fehler, Zufälligkeiten und Temposchwankungen emuliere, während ich mein Bestes gebe, als Mensch wie eine Maschine zu klingen.“, meint Adam über seine Musik und bringt damit das Genre auf dem Punkt. 

Ein kurzer Exkurs: Glitch-Pop ist ein Subgenre der elektronischen Musik und hat sich genau diesen ästhetischen Fehlern aus digitalen oder analogen Sounds verschrieben. Glitch steht für den Fehler, aber im besten Sinne. 

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Die zweite Single des Leipziger Produzenten Zouj heißt „j0_0j“ und ist nicht nur ein Emoticon, sondern steht auch für seinen Künstlernamen. Der Track war sozusagen der Beginn des Projektes, gab dem ganzen seinen Namen und auch seine Richtung. „Der absurde Smiley ‚j0_0j‘ ist übersetzbar mit „Jouj“, was im marokkanischen Arabisch „zwei“ bedeutet. Das brachte mich auf den Namen „Zouj“, was ebenfalls „zwei“ in einem anderen marokkanisch-arabischen Dialekt bedeutet. Inspiriert wurde ich von einer marokkanischen Kassette aus den 90er-Jahren namens „Wahid Junior“, bei der eine stark autogetunete Kinderstimme der Leadsänger ist.“ Zusammenfassend könnte man also sagen: Ein Vater spielt mit der Stimme seines Sohnes „Antares wie diesen“ und das noch lange bevor Autotune Mainstream wurde. 

Der Sound ist vor allem schrill, modern und quirlig, wofür auch Linda-Philomène Tsoungui (bekannt als Schlagzeugerin bei Mine, Fatoni, Tarek K.I.Z. usw.) die Drums eingespielt hat. Das Musikvideo von dem 3D-Künstler und Animationsfilmer Franz Impler passt dazu wie die Faust aufs Auge. Das Video ist sozusagen das Spin-off des Debütfilmes „Out Of Bounds“, welcher 2020 erschien und zeigt die von Impler kreierte Welt. 

Für die bisherigen Musikvideos gilt also eine Sehempfehlung und wer nun gespannt auf mehr Musik ist, dem:der sei schon einmal gesagt, dass im Frühsommer eine EP folgen soll. 

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