Zu Sams 30. Geburtstag: Nura, Lary, Ahzumjot, Kelvyn Colt und weitere teilen auf einem Remix von „Da wo du herkommst“ ihre Erfahrungen mit Rassismus
Vor etwa anderthalb Jahren erreichte uns die traurige Nachricht, dass Rapper und Songwriter Samson Wieland völlig überraschend verstorben ist. Zusammen mit seinem Bruder Chelo veröffentlichte er seit 2013 unter dem Namen „SAM“ deutschsprachigen HipHop. In seinen Songs rappte er immer wieder technisch versiert über die Liebe, ehrliche Gedanken und nicht zuletzt über sein Leben als junger Schwarzer Mann in Deutschland. „Da wo du herkommst / Bin ich zu weiß für den Afroshop / Aber zu schwarz für den Country Club“ spittet er auf dem Song „Da wo du herkommst“ aus seiner letzten EP „Avision“, die nur wenige Tage vor seinem Tod erschienen ist. Jetzt wäre das Multitalent, das auch Songs für deutsche Popgrößen wie Lena Mayer-Landruth geschrieben hat, 30 Jahre alt geworden. Die aktuelle Rassismus-Debatte, die durch den gewaltsamen Tod an George Floyd durch einen Polizeibeamten aktueller denn je ist, hätte Sam mit Sicherheit nicht umkommentiert gelassen. Das sehen nicht nur seine Fans so, sondern auch andere Schwarze, deutsche KünstlerInnen, die anlässlich von Sams 30. Geburtstag für einen Remix von „Da wo du herkommst“ zusammenkommen und ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Rassismus teilen. „Da wo ich herkomm‘ isst man mit den Händen / Deine Mama denkt ich war mal im Gefängnis / Dein Daddy denkt ich kann nur englisch / Ich würde dich nur wegen ’nem deutschen Pass blenden“ so Nura in ihrem Part. Neben ihr sind auf dem von Ahzumjot geremixtem Song auch Parts von Booz, Chima Ede, Lary, Kelvyn Colt, reezy und Ahzumjot selbst zu finden. Sie geben uns Einblicke in ihre Leben und führen uns vor Augen, dass es nicht reicht, nur kein Rassist zu sein, sondern dass man sich aktiv gegen Rassismus aussprechen soll und muss.
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