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Zwei Konzerte in 2022: Trentemøller bringt mit „Memoria“ himmlische Sphären auf die Bühne

Posted in: Live
Tagged: Trentemøller

Trentemøller gilt als Meister der Verschmelzung von Melodie und Ätherischem. Wer die Musik des Kopenhageners hört, erhält den Eindruck das Klangbild sei nur zu Besuch auf unserer Welt – und stamme eigentlich aus einer anderen, himmlischen Sphäre.

Dieses Gefühl erhält man nicht nur aufgrund der überweltlichen Atmosphäre, den simplen Gitarrenklängen und den engelsgleichen Stimmen, die sich der Komponist und Produzent für seine Musik auswählt. Denn in Songs wie „All Too Soon“ beschäftigt sich Trentemøller auch inhaltlich mit dem, was jenseits der scheinbaren Realität bestehen könnte.

Trentemøller – All Too Soon

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Denn auch wenn der Song sich in den Lyrics fast schon verzweifelt an der scheinbaren Gewissheit festhält, die Welt ließe sich problemlos in Gut oder Böse, Schwarz oder Weiß und Leben oder Tod aufteilen, spürt man als Hörer:in, dass dort auf einer Metaebene noch viel mehr dahintersteckt.

Irgendwo zwischen Leben und Tod

„Es ist ein sinnlicher Aufenthalt, der in dem flüchtigen Raum lebt, in dem sich Vergänglichkeit und das Irdische treffen.“ so Trentemøller selbst über seinen Song und auch die Lyrics, gesungen von der zarten Stimme der Sängerin Lisbeth Fritz lassen irgendwann die Frage zu: „Is it day or night? Is it love or hate? Is it anything between?“

Den Eindruck eines flüchtigen Raums erhält man im Übrigen auch im zugehörigen Musikvideo, welches eine Motorradfahrt begleitet. Und wie der Fahrer so inmitten des Dunklen durch die magischen Lichter der Nacht fährt, fällt es schwer zu glauben, dass diese Reise aufgrund einer naturgegebenen biologischen Tatsache bald ein jähes Ende finden kann – viel mehr hat es etwas von unendlich in der Schwebe hängen.

Als Hörer:in wird man zurückgelassen in einem Zustand des nachdenklichen Philosophierens über das Leben und fragt sich wieder einmal, wie Trentemøller es schafft, allein auf Soundebene solche Welten zu eröffnen.

Ein Album für die Bühne

Und „All My Good“ ist nur der Anfang. Als Vorbote zu dem neuen, Anfang nächstes Jahres erscheinenden Album „Memoria“ ist der Song ein erster Vorgeschmack auf ein weitere Musik des dänischen Musikers.

Er selbst sagt, er habe das Album mit dem Ziel produziert, ein hervorragendes Liveerlebnis zu gestalten – und sich mit einem Team aus unter anderem Leroy Bennett, der schon mit Lady Gaga gearbeitet hat und der isländischen Sängerin Disa mehr als vielversprechende Künstler:innen an Bord geholt. Umso besser, dass er mit „Memoria“ bereits im Februar nächstes Jahres auch in Deutschland zwei Konzerte spielt, Tickets dazu gibt es hier.

Trentemøller Live 2022 – präsentiert von DIFFUS:

24.02.2022 Berlin – Astra Kulturhaus 
25.02.2022 Leipzig – Täubchenthal ​

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