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„Zwei Wunder am Tag“ sind Tristan Brusch noch lange nicht genug

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Tristan Brusch ist wie ein „Einhorn“ in der deutschsprachigen Indie-Landschaft: einfach einzigartig. Mit seiner poetischen Herangehensweise an Musik und Text nähert er sich diversen Themen auf eine ganz besondere Art an und kreiert im Umkehrschluss genau das, worauf es ankommt: Kunst. Seinen musikalischen Output als etwas anderes zu bezeichnen, würde ihm nicht gerecht werden.

Wer sich selbst davon überzeugen will, der:die ist herzlich dazu eingeladen, sich Tristan Bruschs aktuelle Single „Zwei Wunder an einem Tag“ nicht nur anzuhören, sondern auch anzusehen. Aber Spoiler-Alarm: So manche Aufnahmen könnten verstörend, beunruhigend oder irritierend auf einige Gemüter wirken. Wieso? Wir sagen nur soviel: Regisseur Maximilian Wiedenhofer hat sich nach allen Regeln der Kunst ausgetobt und zeigt verschnürte Körper, deformierte Fratzen und ungewöhnliche Stilleben.

Tristan Brusch – Zwei Wunder am Tag

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Womit wir wieder beim Thema Kunst wären, denn was versucht uns Tristan nicht nur mit seinem originellen Musikvideo, sondern viel mehr mit Zeilen wie „Wir sammeln Herzen, Freunde, Belege, Ideen / Plastik und Kalorien / Sanifair Coupons und Zahnfüllungen, / Momente, die werden zu Erfahrungen / und irgendwann zu Gefühlen“ eigentlich zu sagen? Wer das herausfinden möchte, der muss gar nicht so weit in die Interpretationsschublade greifen, sondern kann einfach damit beginnen, im eigenen Leben und Alltag nach der Antwort zu suchen.

Tristan spricht von all dem, dass Tag für Tag das Leben in einer modernen Gesellschaft prägt: die Überforderung, das Ansammeln und das Aufstauen von Eindrücken, Gefühlen und Erfahrungen. Ganz nach dem Prinzip „Nur wer permanent aufnimmt, kann Erfüllung erreichen“. In knapp vier Minuten bricht Tristan diese aktuellen Empfindungen auf ihre Substanz herunter und zeichnet ein musikalisches Bild der Realität. Mehr von dieser „beunruhigenden Gegenwartspoesie“ gibt es vermutlich im Herbst, wenn Tristan Brusch sein zweites Album den kritischen Ohren seiner Hörerschaft aussetzt. 

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