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7 Songs, die sich mit Rassismus in Deutschland auseinandersetzen

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Es gibt viele Wege, sich gegen Rassismus einzusetzen. Wer sich dafür der Musik bedient, spielt auf Demonstrationen, positioniert sich in Songs oder veranstaltet mal eben Konzerte in der Größenordnung, wie es am Montag in Chemnitz geschehen ist. Bands wie Kraftklub, SXTN und K.I.Z. haben sich zusammengetan, um mit Hilfe einer kostenlosen Konzertveranstaltung unter dem Titel #wirsindmehr ein Zeichen gegen den Rechtsruck und den Rassismus in Deutschland zu setzen. Songs gegen rechts gibt es viele, aber es gibt unterschiedliche Möglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. In den folgenden Songs geht es mal um erlebten Rassismus, als politische Abhandlung, aber auch in Form einer humorvollen und ironischen Auseinandersetzung.

BSMG (Musa x Ghanaian Stallion x Megaloh) feat. Joy Denalane – Nach Hause

Megaloh tat sich 2017 mit dem Rapper Musa und dem Produzenten Ghanaian Stallion zusammen, um als BSMG (Brüder schaffen mehr gemeinsam) ein Album zu veröffentlichen. Hier muss nicht lange nach einem passenden Song gesucht werden. Auf dem gesamten Album setzen sie sich mit der eigenen Identität und dem Rassismus auseinander, mit dem sie täglich konfrontiert werden. Dabei beschränken sie sich nicht nur auf die eigene subjektive Perspektive. Stattdessen beschäftigen sie sich mit der Rolle Deutschlands als Kolonialmacht, den steigenden Waffenexporten und der Unterdrückung der ärmeren Bevölkerungsschicht durch mächtigere Länder. Conscious Rap vom Feinsten, den man gehört haben sollte.

Zugezogen Maskulin – Oranienplatz

Mit ihrem Song „Oranienplatz“ fanden Zugezogen Maskulin 2015 die richtigen Worte für einen Konflikt, der viele Menschen in diesem Land beschäftigt. Auf dem besagten Platz in Kreuzberg lebten zwischen 2012 und 2014 Geflüchtete in Zelten, um gegen die Bedingungen in den Aufnahmezentren, die Residenzpflicht und die Versorgungen von Geflüchteten zu protestieren. Grim und Testo rappen über den inneren Konflikt, den eigenen Wohlstand zwar zu genießen, sich dabei jedoch immer bewusst zu sein, dass andere Menschen für ein besseres und würdevolles Leben kämpfen müssen.

Nura (SXTN) – Ich bin schwarz

Auf die Melodie des NDW-Klassikers “Ich will Spaß“ singt Nura die Zeile „Ich bin schwarz, ich bin schwarz“ und kommentiert in ihrem dem Song etliche Vorurteile, mit denen man als schwarze Person konfrontiert ist. Trotz ernsthafter Thematik scheint auch der typische Humor von SXTN durch, indem Nura zwischen all den rassistischen Klischees die Behauptung: „Nazis essen heimlich Döner“ aufstellt.

Swiss & die Andern – Schwarz Rot Braun

Der Rapper Swiss tat sich vor einigen Jahren mit einer befreundeten Punkband zusammen, um seinen Texten eine neue Form zu verpassen. Dort setzt er sich mit seinen inneren Konflikten und natürlich mit den Nazis in diesem Land auseinander, wie es sich für einen richtigen Punker gehört. Das passiert mal mehr und mal weniger aggressiv. Der Song „Schwarz Rot Braun“ handelt von deutschen Klischees, Patriotismus und dem Rassismus, der mit diesem so häufig Hand in Hand geht. „Ich wohn‘ in Schwarz Rot Gold, mit etwas braun.“ Wir auch.

Celo & Abdi – Parallelen (feat. Haftbefehl)

Auf ihrem Album „Hinterhofjargon“ findet sich der Song Parallelen, der von unterschiedlicher Herkunft und dem Wohlstandsgefälle auf der Welt handelt. Dabei stellen Cela und Abdi sehr anschaulich Konflikte gegenüber und zeigen, wie absurd die Unterschiede zwischen verschiedenen Lebensrealitäten zur gleichen Zeit aussehen können. Aus diesem Grund: „Hör zu, was Abdi sagt, Hunger in Afrika. Parallel dazu isst du Hummer und Kaviar.“

K.I.Z. – Biergarten Eden

Als inoffiziellen WM-Song veröffentlichten K.I.Z. 2012 „Biergarten Eden“, indem sie womöglich jedes deutsche Klischee abhandeln, das einem Menschen hier begegnen kann. Von der Vorliebe für Gartenzäune, über rassistische Vorurteile bis zur Relativierung der Nazivergangenheit ist alles dabei. Der „Schwarz, Rot, Gold“-Refrain als große Hymne endet mit dem Bild, wie die Jungs von K.I.Z. auf ihren Schäferhunden Richtung Sonnenuntergang reiten. Wundervoll.

Fatoni – Vorurteile Pt.2 (feat. Antilopen Gang & Juse Ju)

https://youtu.be/XgOuibCvKNo

Um sich mit den verschiedensten Arten von Vorurteilen auseinandersetzen, holt sich Fatoni seinen Partner in Crime Juse Ju und die Kollegen von der Antilopen Gang ins Boot. Dabei kommentieren sie nicht nur um den altbekannten Satzanfang „Ich bin kein Rassist, aber…“, sondern auch die Vorurteile gegenüber homosexuellen Menschen, diversen Berufsgruppen und die Diskriminierung, die Menschen auf Grund ihres Geschlechts erfahren.

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