Die Newcomer Ätna legen mit ihrer Single „Come to me“ die Messlatte hoch
Langsam aber sicher findet der Minimalismus, der seit einigen Jahren die klassische Musik dominiert, auch einen Weg in die Popmusik. Nils Frahm, Dustin O’Halloran und Max Richter brachten die redundanten und minimalistischen Melodieläufe mit atmosphärischem Elektro zusammen und werden für ihre experimentellen Ansätze von einem breiten Publikum geliebt. Eben solche Ansätze verfolgen auch Ätna, ein Newcomer-Duo aus Dresden. An der dortigen Musikhochschule haben sie sich als Duo für einige Projekte des Musikstudiums zusammengeschlossen. Bei einem Konzert haben der Schlagzeuger Demian und die Sängerin Inéz dann eine Plattenfirma auf sich aufmerksam gemacht und arbeiten seitdem fest als Ätna zusammen. Dass die beiden eine Liebe für Weltmusik, freie Musik und Jazz hegen, gibt den Songs, die erst einmal in einem Pop-Korsett daherkommen, die Möglichkeit, sich immer wieder in außergewöhnlichen Windungen neu zu entfalten. Mit den zwei bisher erschienenen EPs „Ätna“ und „La Famiglia – An Audiovisual Suite“ haben Ätna auch schell außerhalb ihrer Szene auf sich aufmerksam gemacht. Dafür haben sie mit Moses Schneider zusammengearbeitet, der hinter zahlreichen erfolgreichen deutschsprachigen Veröffentlichungen wie z.B. von Turbostaat, Beatsteaks oder AnnenMayKantereit steht. Obwohl der Sound auf vielen elektronischen Bausteinen basiert, lebt ihre Musik von dem handgemachten Aspekt und den komplett freien Momenten ihrer Live-Shows. Kein Wunder also, dass Ätna ständig auf Tour sind und die bisherigen Songs schon über die deutschen Grenzen hinaus präsentiert haben.
Ätna – Come to me
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Der neuste Song „Come to me“ erschien Anfang des Monats und lebt besonders von schnellen Drums. Der Song zeigt ziemlich klar, woher die beiden kommen, denn er funktioniert fast ausschließlich nur durch das Schlagzeug und Inéz‘ Stimme. Zudem wird mit dem schnellen treibenden Beat nochmal eine weitere Facette gezeigt, die über die atmosphärischen Singles hinausgeht. Im Video sehen wir die Sängerin in einem leeren Saal, wo sie tanzt, sich bewegt und wie der Titel schon sagt, jemanden erwartet. Immer wieder wird Demian dann dazwischen geschnitten, der sich durch diverse Landschafts- und Straßenmotive vorwärtsbewegt. Dabei wechselt im Takt der Musik das jeweilige Gefährt. Von einem Fahrrad, über ein Pferd bis hin zu einem Pedalo ist so gut wie jedes noch so abstruse Fortbewegungsmittel in den Sequenzen vertreten.
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