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Album der Woche: A$AP Rocky – Don’t Be Dumb

Posted in: Album der Woche
Tagged: A$ap Rocky

A$AP Rockys bisherige Karriere wirkt ein bisschen so, als hätte er 2011 parallel zum großen Harry-Potter-Finale einen geheimen Vorrat vom Glückssaft „Felix Felicis“ in Harlem entdeckt. Denn bis heute führt Rakim Mayers einen Lifestyle zum Neidischwerden: Fashionikone, drei legendäre Studioalben, drei Kinder (mit Rihanna!), aber auch 2793 Tage ohne neue Musik – zumindest bis vergangenen Freitag. Den Albumtitel „DON’T BE DUMB“ sollte man auch gleich wörtlich nehmen!

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Denn tatsächlich wäre es dumm, Rocky als Glückspilz abzustempeln. Zwar wurde ihm das Rappen alleine wegen des Vornamens Rakim schon in die Wiege gelegt, danach warteten aber nur noch Schicksalsschläge: Der Vater im Gefängnis, die Mutter im Frauenhaus, der frühe Tod seines Bruders Ricky und später auch der seines Mentors A$AP Yams. Doch wie es so schön heißt: Das Glück ist mit den Tüchtigen – „Always Strive And Prosper“.

A$AP ROCKY: „SORRY 4 THE WAIT“

Der Albumrollout startete mit einer Entschuldigung: „SORRY 4 THE WAIT DON’T BE DUMB FINALLY HERE!“, schrieb Rocky auf Instagram. Bereits kurz nach seinem gefeierten Album „TESTING“ verdichteten sich 2018 Gerüchte um den Nachfolger. Dass es am Ende 7,5 Jahre werden sollten, spaltete die Fanszene. Das Katz-und-Maus-Spiel aus Hoffnungmachen und Verschieben erzeugte Wut und am Ende sogar Streaming-Resignation. Die Single „Pray4DaGang“ nahm Rocky 2024 offline, als sich andeutete, dass sie nicht in den Billboard Top 100 charten würde. Auch das versprochene „DON’T BE DUMB“ gab es vergangenes Jahr nicht, auch weil sich Rocky vor Gericht wegen schwerer Körperverletzung mit einer Schusswaffe verantworten musste. 24 Jahre Haft standen im Raum, im Februar diesen Jahres sprach ihn die Jury frei.

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„DON’T BE DUMB“ ist vor allem eines: Aufatmen. Rocky rappt, als wäre er nie weg gewesen und nimmt alle seine Alter Egos vergangener Tage gleich mit. Das Albumcover, designt von Filmemacher Tim Burton, zieren also „GR1M“, „MR. MAYERS“, „RUGAHAND“, „BABUSHKA BOI“, „DUMMY“ und „SHIRTHEAD“. Sie alle prägen unvergessliche Momente von A$APs Karriere und kommen auch im Musikvideo zu „PUNK ROCKY“ als Garageband zusammen.

„DON’T BE DUMB“: Keine Skips!

Auch soundlich gehen die 17 Tracks auf Zeitreise. Der Titeltrack „DON’T BE DUMB / TRIP BABY“ erinnert an den psychedelischen Sound Rockys vom Breakthrough-Tape „LIVE.LOVE.A$AP“, „WHISKEY (RELEASE ME)“ mit Damon Albarn und Westside Gunn hätte ausgezeichnet auf „AT.LONG.LAST.A$AP“ gepasst und experimentellere Stücke wie „STFU“ mit Slay Squad auf „TESTING“.

Natürlich wird auch ordentlich ausgeteilt – Zeit für den Wutaufstau war schließlich da. Mal suptil gegen die KI mit einem Ausnahme-Musikvideo zu „Helicopter“ straight outta GTA, mal ganz offensichtlich gegen Drake. Dass der sich gerne mal bei Kollegen „inspiriert“ ist nichts Neues, nach Kendrick Lamar bekommt er jetzt aber auch von Rocky sein Fett weg. „STOLE YA FLOW“ ist A$APs toxische, aber auch sehr unterhaltsame Antwort: Du klaust meinen Flow? Ich klau dir Rihanna.

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„DON’T BE DUMB“ hat keine Skips, ist herausragend durchkomponiert und auch die Features machen einfach nur Spaß. Egal ob Brent Faiyaz Harmonien auf „STAY HERE 4 LIFE“, Thundercats verspieltes Intro auf „PLAYA“ oder die Saloon-„ROBBERY“ mit Doechii. Das Grand Finale gibt’s dann natürlich mit BFF Tyler, The Creator und Jozzy. „FISH N STEAK“ ist der Hauptgang nach dem „Potato Salad“ von 2018, eine Hommage an die tiefgepitchten Rocky-Verses á la „Goldie“ von 2013 und ein versöhnliches „das Warten hat sich gelohnt“ an alle Fans.

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