Album der Woche: Billie Eilish – Hit Me Hard And Soft
„Hit Me Hard And Soft“ bekommt seinen Namen von einem Synthesizer aus dem Musikprogramm Logic Pro. Billie Eilish versteht den Namen des Synthesizers falsch, findet den Ausdruck aber so passend, dass sie ihn kurzerhand als Albumtitel nimmt. Die Gegensätze und Widersprüche, wie sie auch schon im Titel zu finden sind, zeigen sich auch musikalisch. Mit vielen neuen und ein paar alten Einflüssen zeichnet sich Billies drittes Album vor allem durch die vielfältigen Pop-Songs und die tiefgreifenden Texte aus.
Pop-Überraschung
Das Cover des Albums und auch der erste Song „Skinny“ lassen einen düsteren, melancholischen Sound vermuten, wie wir ihn von Billie kennen. Wir werden in eine wohlbekannte musikalische Welt eingeladen, nur um mit dem zweiten Track sofort wieder herausgerissen zu werden. Nahtlos geht „Skinny“ in „Lunch“ über, ein rhythmischer Pop-Song, in dem Billie davon singt, wie sie eine andere Frau wortwörtlich vernaschen möchte. Zwischen gefühlvollen Akustik Balladen und EDM bewegt sich Billie durch den Rest des Albums. Mal in knapp drei und mal in über fünf Minuten beschäftigt sie sich mit ihrer queeren Identität, Freundschaft, Liebe, Trennung und ihrem Leben in der Öffentlichkeit.
Im Interview mit dem Rolling Stone erzählt Billie, dass sie mit „Hit Me Hard And Soft“ zurück zu ihrem Ich von 2019 finden möchte, als ihre Karriere gerade erst begann, richtig Fahrt aufzunehmen. In mehreren Songs verarbeitet die 22-Jährige Erfahrungen, die sie seit dem machen musste: Bodyshaming, Stalking und den Verlust von Erlebnissen, die sonst Anfang-20-Jährige haben. In „The Dinner“, was an Billies Hit-Song „Bad Guy“ erinnert, spricht sie aus der Perspektive eines Stalkers, der in ihr Haus einbricht. Auf dem Song „Birds Of A Feather“ geht es dann wiederum um eine herzerwärmende Liebeserklärung. Diese Widersprüche sind es, die das Album ausmachen und sicherlich auch tragenden bei der Titelgebung des Langspielers waren.
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