Album der Woche: Blur – The Ballad Of Darren
Das erste Blur-Album seit acht Jahren ist ein sehr stimmiges, wenn auch vielleicht nicht das, das sich eingefleischte Fans der Band gewünscht haben. Die Truppe um Damon Albarn verzichtet bis auf das hymnische, laute „St. Charles Square“ auf 90er Jahre-Britpop-Revival, stattdessen liefert man die kraftvollen Balladen, die der Titel verspricht. Auch das Cover-Artwork findet man im Sound der Platte wieder: Hinter der friedlichen Swimmingpool-Oberfläche von Songs wie „Russian Strings“ oder „Goodbye Albert“ versteckt sich oft ein sturmgrauer Himmel, in dem Melancholie, Ratlosigkeit und Resignation rumoren. Ob sich die jungen Blurs in dieser gealterten Version ihrer selbst wiederfinden würden, steht auf einem anderen Blatt, ein gelungenes Comeback ist „Ballad of Darren“ trotzdem allemal.
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