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Album der Woche: Florence + The Machine – Everybody Scream

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Ja, es ist November und Halloween damit (eigentlich) vorbei – aber mit der Veröffentlichung ihrer neuen Platte verlängern Florence + The Machine die Spooky Season in diesem Jahr einfach noch ein bisschen. „Everybody Scream“ liefert nämlich den perfekten theatralischen Grusel-Soundtrack für alle Halloween-Fans und unterstreicht dabei die musikalische DNA, die die Band um Florence Welch zu einem der aktuell erfolgreichsten Pop-Exporten Großbritanniens macht. Dabei findet sich der Ursprung von „Everybody Scream“ eigentlich in einem sehr traurigen – und für Florence Welch sehr traumatischen – Ereignis.

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2023 spielen Florence + The Machine auf einem Festival und das, während die Frontsängerin der Band innerlich fast verblutet. Der Grund: eine gerissene Eileiterschwagerschaft. Erst eine Notoperation am nächsten Tag rettet Florence Welch das Leben. Der Fötus überlebt diesen Eingriff nicht. Nun, knapp zwei Jahre später, soll dieses Trauma zu einem der zentralen Inspirationsquellen ihres neuen Albums werden. Den Schmerz und die Tragik des Vorfalls kanalisiert Florence Welch gemeinsam mit ihrer Band in theatralischen und opulenten Songs, die sich jedoch nur auf den ersten Blick dem Genre Pop zuordnen lassen. 

Melodische Hooks und hymnische Chöre sind ebenso präsent auf „Everybody Scream“ wie die Einflüsse von Folklore, Horror, Hexerei und Magie. Es wird geschrien, gelitten, geflüstert und sich hin und wieder auch mal gegruselt. Besonders der dramatische Aufbau von Songs wie „Everybody Scream“, „Witch Dance“ oder „Sympathy Magic“ steht auch auf dieser Platte wieder für die einzigartige Handschrift von Florence + The Machine. Diese einnehmende Kraft, die von den Songs der Platte ausgeht, macht „Everybody Scream“ kurz um zum Gesamtkunstwerk, das sich nicht nur optisch (Artwork) wunderbar neben Kunstwerken von Raffael oder Vermeer einreihen würde. Selten war Düsternis und Schmerz so schön wie auf „Everybody Scream“! 

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