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Album der Woche: JuJu Rogers – Pink Guitars, Spaceships N Voodoo Dolls

Posted in: Album der Woche
Tagged: JuJu Rogers

JuJu Rogers meldet sich nach fünf Jahren mit einem Album zurück, mit dem er den bisherigen Rahmen seiner Musik noch einmal bewusst erweitert. Auf „Pink Guitars, Spaceships N Voodoo Dolls“ lässt der Berliner Rapper klassische HipHop-Strukturen daher bewusst in den Hintergrund rücken. Er setzt stattdessen auf eine bunte Mischung aus Punk, Hardcore, Soul, Rock und Funk. Das alles nennt Rogers selbst „Afrophunk“, möchte mit den zehn Tracks aber weniger eine Genre-Schublade öffnen, sondern eher die Grenzen des künstlerisch Denkbaren verschieben.

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Blickt man auf Rogers Biografie, ist darin Vielseitigkeit fest verwoben. Als Sohn eines US-Soldaten aus New Orleans und einer deutschen Mutter mit österreichischen Wurzeln wuchs er in Schweinfurt auf. Musikalisch geprägt wurde der Künstler von Jazz- und Soulplatten, frühem Trompetenunterricht, HipHop und später auch der lokalen Punk- und Hardcore-Szenen. Alle diese Einflüsse verdichten sich auf seinem fünften Album zu einem Sound, der nicht anders kann, als sich klar gegen feste Genregrenzen zu stellen.

JuJu Rogers lädt vielseitige Gäst:innen

Produziert ist das Projekt von Dhanya Langer und Tim Sensbach. Hinzu kommen Feature-Gäst:innen wie Rapper Pink Siifu, MONEYNICCA von der Hardcore-Punk-Band Soul Glo und die US-amerikanische Künstlerin Jamila Woods. Diese Zusammenarbeit auf den Tracks „Build N Destroy“, „POTD“ und „Elohim“ führt stellenweise zu Reibungen und wirkt so einer glatten Eingängigkeit entgegen. Tempo- und Perspektivwechsel, ein mal drängender, mal scheppernder Sound, Soul, Funk oder psychedelische Weite wechseln sich ab.

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Auch inhaltlich bleibt Rogers auf „Pink Guitars, Spaceships N Voodoo Dolls“ gewohnt scharfsinnig. Trotz drollig anmutendem Titel arbeitet der Musiker hier mit ernsten und großen kulturellen und politischen Bezugssystemen: So fließen Afrofuturismus, Black-Atlantic-Theorie, Spiritualität und dekoloniale Forderungen in die Songs ein. Rogers verhandelt Fragen von Schwarzer Identität im globalen Westen, kritisiert westliche Machtverhältnisse. Dem setzt er eine Idee von Autonomie und künstlerischer Freiheit entgegen. Gleichzeitig ist das Album auch persönlich: Es geht um Wachstum, Selbstverständnis und den Versuch, sich nicht nur musikalisch aus vertrauten Mustern zu lösen.

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