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Album der Woche: Justin Bieber – „SWAG II“

Posted in: Album der Woche
Tagged: Justin Bieber

Mitte Juli veröffentlichte Justin Bieber überraschenderweise nach vier Jahren sein R’n’B-lastiges Album „SWAG“. Stark von Mk.gee und Dijon – DEN Musikkollaborateuren der aktuellen Stunde – beeinflusst, zeigte sich JB introspektiver denn je. Statt Finanz- und Familiendramen, die ihm auf Social Media in den Wochen zuvor mehr oder weniger angedichtet worden waren, lieferte der Kanadier auf 21 Songs private Einblicke in sein frischgebackenes Vater-Dasein, seine Hingabe zu Ehefrau Hailey Bieber, seinen Glauben und seine mentale Gesundheit.

Und obwohl man nach der Veröffentlichung von „SWAG“ hätte denken können, dass es jetzt erstmal wieder still wird um den Sänger, liefert Justin Bieber direkt nach. „SWAG II“ heißt die kaugummirosa Überraschung, mit der Justin nach einer kurzen Ankündigung auf der Plattform X seine Fans Donnerstagnacht wachhielt. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine Deluxe-Version, sondern das nächste Kapitel: 23 weitere Songs, die die Geschehnisse von „SWAG“ aufgreifen.

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Auf seiner jüngsten Veröffentlichung arbeitet JB in der Produktion ein weiteres Mal mit Carter Lang, Dijon und Mk.gee zusammen, während auch Eddie Benjamin und Lil B jeweils einen zweiten Feature-Part landeten. Aber es sind auch neue Gesichter dabei: Gastauftritte der nigerianischen Sängerin Tems, „Hell N Back“-Sänger Bakar und Rapper Hurricane Chris. Die Songs bleiben groovy und sanft und springen zwischen 80s-Funk, 90s-Britpop und Indie-Rock hin und her, während sie doch allesamt in dem R&B-Sound von „SWAG“ wurzeln.

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Eine Fortsetzung voll Leichtigkeit und Liebe

„SWAG II“ ist optimistischer, heller und weicher als sein unmittelbarer Vorgänger. Dem ersten Geburtstag seines Sohnes Jack Blues Bieber im August folgend, wirkt das Album wie der verlängerte Liebesbrief Biebers an sein Kind, dessen Mutter und an Gott. So erzählt Justin auf dem Closing-Track „STORY OF GOD“ mal eben auf acht Minuten die biblische Erzählung von Adam und Eva nach.

Das Highlight des Albums ist der verspielte „LOVE SONG“. Auf einen verzerrten Piano-Loop singt Justin, dass er ein Liebeslied schreiben möchte, welches all die Magie und Leichtigkeit wiedergibt, die Verliebtsein für ihn bedeutet: „I wanna write you a love song, baby / I wanna write you a good one, you can’t stop singing to me“. Dieses Gefühl wird später nochmal pointiert, wenn Justin sich auf „MOTHER IN YOU“ in die Perspektive seines Sohnes versetzt, um in dieser sanft lieblichen Akustik-Ballade Hailey Bieber eben jenes Liebeslied zu widmen: „And I remember the moment, at two in the morning / I saw a reflection in you / When you looked right through me like you really knew me / So much of her coming through“. Mit dem Ohrwurm „My mama don’t like you and she likes everyone“ wirken beide Songs zusammen wie die Spiegelseite seines Mega-Hits „Love Yourself“.

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Alles in allem ist „SWAG II“ vielleicht weniger „SWAG“-ig als der Vorgänger, dafür aber mehr Zuckerwatte, Sonnenaufgang und Vernarrtheit. Justin Bieber kehrt textlich und thematisch ein bisschen mehr zu den Songs zurück, die ihn groß gemacht haben. Und damit hat dieses Album vielleicht sogar etwas Heilsames, nach der Holprigkeit, die zuletzt in den sozialen Medien auftauchte. Fast so, als hätte Justin Bieber diesen großen Spagat geschafft, sich neu zu entdecken und dabei selbst treu zu bleiben.

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