Album der Woche: Mahalia – IRL
1998 in Syston, Leicestershire geboren, schrieb Mahalia schon als Teenagerin erste Songs und hatte ihren Major-Deal beim Label Asylum / Atlantic Records schon mit 13 in der Tasche. Sie besuchte außerdem die renommierte Birmingham Ormisto Academy und veröffentlichte mit 17 die eher akustisch gehaltene Songsammlung „Diary Of Me“. Der große Durchbruch kam dann mit einer Colors-Session: Mahalia sang darin ihre Single „Sober“, die schon eher in die Richtung ihres aktuellen Sounds wies. Der Clip ging viral und steht inzwischen bei fast 68 Millionen Views. Ihr Debütalbum „Love and Compromise“ machte die Sache dann klar: Mahalia bleibt eine der spannendsten Stimmen des an spannenden Stimmen nicht armen Englands.
Auf „IRL“ hat sich Mahalia wieder einige Gäste an Bord geholt. Auf „Cheat“ hört man die amerikanische Sängerin JoJo, auf „In My Head“ die junge US-Kollegin Joyce Wrice, deren Karriere ähnlich früh begann. Auf „It’s Not Me It’s You“ gibt’s ein Duett mit dem aus Tampa stammenden R&B-Nachwuchsstar Destin Conrad und auf „November“ gibt sich niemand Geringeres als Stormzy die Ehre. Die soulige Ballade, auf der Stormzy eher croont als rappt ist ein Highlight auf „IRL“.
Aber auch die Solo-Nummern überzeugen: das zart gesungene „Hey Stranger“, die selbstbewusste R&B-Pop-Single „Terms and Conditions“ und der tolle Albumcloser „IRL“, in dem Mahalia noch einmal ihre bisherige Karriere Revue passieren lässt und sogar kurz ihrem Breakthrough-Hit „Sober“ zunickt.
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