Album der Woche: Reneé Rapp – Bite Me
Alle Pop-Lover, Dramaqueens und Queer Icons aufgepasst – ihr habt einen neuen Soundtrack! Reneé Rapp hat mit „Bite Me“ vergangenen Freitag ihr zweites Album veröffentlicht und zwölf Pop-Tracks geliefert, die von extrovertierten Mitschrei-Hymnen bis zum herzzerreißenden Heul-Material reichen. Alles, was das Herz begehrt also.
Zurück zur Musik nach Mean-Girl-Erfolg
Nachdem die Sängerin und Schauspielerin im vergangenen Jahr vor allem durch ihre Hauptrolle in der neuen Mean Girls-Verfilmung zum Talk of Town wurde, stehen in diesem Jahr wieder alle Zeichen auf Musik. Die Vorab-Singles „Leave Me Alone“, „Mad“ und „Why Is She Still Here?“ machen bereits das große Soundspektrum auf, das Reneé Rapp ihren Hörer:innen auf „Bite Me“ bietet.
Hier treffen sassy, kaltherzige Abstand-Mantras wie „Leave Me Alone“ auf balladige Tracks wie „Sometimes“, in dem eine Beziehung thematisiert wird, die sämtliche Leichtigkeit verloren hat. Spielerisch und fast schon episch dürfte „Shy“ allen gefallen, die hin und wieder in ihren Guilty-Pleasure-Playlists auf hittige Disney-Tracks zurückgreifen. Und auf „At Least I’m Hot“ – der Titel lässt es bereits erahnen – lässt sich immer dann hernehmen, wenn sonst nichts mehr hilft.
Das Thema, das alles zusammenhält: natürlich die Liebe. Und die hat die US-Amerikanerin in ihren bislang 25 Lebensjahren scheinbar schon in allen Facetten erlebt. Ohne Feature-Gäste liefert Reneé Rap auf den zwölf Tracks des Albums darüber hinaus aber auch einen Einblick in ihr Innerstes, wo Selbstreflexion, Zweifel und Umgang mit dem plötzlichen Ruhm auf der Tagesordnung stehen. Intime Lyrics, die Reneé nichtsdestotrotz in sprudelnde, lebensbejahende Instrumentals packt, die Spaß machen und mit ordentlich Lieblingssong-Material daherkommen.
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