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Album der Woche: Tate McRae – THINK LATER

Posted in: NewsAlbum der Woche
Tagged: Tate McRae

„THINK LATER“, Tate McRaes zweites Album ist draußen und Sängerin scheint ziemlich entschlossen, ihre Karriere fest in den eigenen Händen zu halten und noch ein Level höher zu pushen. Schon die Vorabsingle „greedy“ wurde ein massiver Hit, was zum einen am TikTok-Hype lag und zum anderen am Musikvideo, das nicht nur ihre Fans ziemlich hot fanden. Als würde sie ihre kanadische Heimat lasziv auf die Schippe nehmen, räkelt, tanzt und springt Tate McRae hier durch ein Eishockey-Stadion und ist dabei durch und durch Popstar – und das im jungen Alter von 20 Jahren.

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Aber Tate McRae hat diese Verwandlung vor allem nach ihren Regeln durchgespielt. Im „Billboard“-Interview sagt sie: „Ich musste erst einmal herausfinden, wer in dieser Branche tatsächlich auf meiner Seite war und wer nicht … es hat sich also viel getan hinter den Kulissen.“ Dafür habe sie viel mit befreundeten Produzent:innen und Musiker:innen über deren Erfahrungen gesprochen. Mit einem neuem Management sei sie nun aber endlich in der Umgebung, in der sie arbeiten wolle. „Sie akzeptieren mich und stellen nicht in Frage, dass ich am Ende die Entscheidungen treffe. Ich will eine Geschäftsfrau sein. Ich bin zwar erst 20 und noch jung, aber ich weiß genau, was ich will.“

Der ganz große Pop-Aufschlag

„THINK LATER“ ist bei der Vorgeschichte also erst einmal ein seltsamer Titel. Denn man spürt auf diesem Album, dass vorher sehr viel Hirnschmalz hineingeflossen ist. Tate McRae hat hier einfach den ganz großen Pop-Aufschlag vor. Mal eher midtempo wie auf „run for the hills“, mal balladesk wie beim Song über ihre Heimatstadt „calgary“, mal auf catchy Hooks getrimmt wie in „exes“ – ein Song, bei dem man schon ein wenig das Gefühl hat, er sei auf TikTok-Verwendbarkeit getrimmt. Vor allem das Snippet mit den Lines „(Kiss-kiss-kiss-) Kisses to my exes who don’t give a shit about me“ funktioniert natürlich prächtig für alle, die gerade in ihrer „Break-up-Era“ leben. Einige Kritiker:innen werfen Tate McRae dann auch gleich vor, dass sie hier ein wenig erwartbar klänge und das Songwriting oft Effizienz vor die eigene Note stelle. Man weiß schon, wo diese Kritik herkommt, aber Tate McRaes Stimme ist ein gutes Gegenargument: Dieser zugleich heisere, laszive, manchmal deepe, manchmal kämpferische Gesang bringt am Ende immer noch jeden Song in sehr eigene Gefilde.

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