Album der Woche: Travis Scott – Utopia
Die ganze Welt redet über „Utopia“ – und das schon seit den ersten Gerüchten, aber nochmal verstärkt, seit das Projekt am Freitag endlich erschienen ist. Und tatsächlich können wir nach unseren ersten Hör-Durchläufen erleichterte feststellen: Das vierte Studioalbum von Travis Scott scheint dem Hype gerecht zu werden.
Wie schon der Vorgänger „Astroworld“ stellt auch „Utopia“ einen psychedelischen Rap-Epos dar, der seinesgleichen sucht. Die Tracklist, die auf den ersten Blick so schlicht aussieht, verbirgt unzählige Samples und Details sowie hochkarätige Gastbeiträge von Beyoncé, Drake, Bon Iver, Yung Lean und vielen mehr. Über allem schwebt der unüberhörbare Einfluss von Kanye West, der zwar nur vereinzelt in den Credits aufgeführt ist, seinen ehemaligen Protegée aber spürbar geprägt hat. Dabei kommt mit „Utopia“ ein erstaunlich düsteres Album heraus, das an die Stimmung von Travis’ Erstling „Rodeo“ erinnert, nur eben in den gigantischen Maßstäben von „Astroworld“. Die Pop-Hits lässt Travis Scott hier bis auf das weichgespülte „K-Pop“ weitestgehend links liegen – dafür serviert er hier eines der besten Rap-Alben des Jahres.
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