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Album der Woche: Yosho & Laerm – GARROS

Posted in: NewsAlbum der Woche
Tagged: YoshoLaerm

Yoshos Musik zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung von Einflüssen wie XXXTentacion, Pearl Jam oder Wesley Joseph mit deutschen Texten aus. Auch auf dem neuen Album „GARROS“ werden die Inspirationen hörbar, ohne jedoch die eigene Handschrift des 24-Jährigen zu überdecken. Yosho liefert darauf besonders introspektive Lines wie: „Du spielst pausenlos Schach in einer Welt, wo du mit Damen nur gewinnen kannst/ Ich bin der Bauer und ich sterb‘ auf diesem Feld. Die packt er mit seinem Freund und langjährigem Produzenten Laerm – der übrigens eine Partybekanntschaft ist – auf minimalistische Piano-Loops, sparsam eingesetzte Gitarren und sanfte Streicher.

GARROS = CULTURE & STRUGGLES & CHANGE

GARROS = CULTURE & STRUGGLES & CHANGE“, schreibt Yosho zur Bedeutung des Tapes auf Instagram. Besonders deutlich werden jene Motive in Songs wie „Haut“, „2019“ oder „Welcome Home“. Hier erzählt er vom Aufwachsen im bayerischen Kaff, von Erfahrungen zwischen Chiemsee-Idyll, Nazis und Racial Profiling. Gleichzeitig markiert der Umzug des Musikers nach Wien einen Wendepunkt: Viele Texte kreisen daher auch um Neuanfang und den Grind in einer neuen Stadt. In der österreichischen Hauptstadt hat sich Yosho über die letzten Jahre seinen Platz in der „Neuen Wiener Schule“ neben Acts wie Bibiza, Eli Preiss oder Fanny hart erarbeitet.

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Neben Yoshos Herkunft und seinem Aufbruch eröffnet er auf „GARROS“ noch globalere Themenfelder. In „Sieht er das?“ stellt er zum Beispiel auf einem „Me Gustas Tu“-Sample von Manu Chao die Frage, wie ein Gott Kriege zulassen kann und übt Kritik an Machtstrukturen. Auch ein bisschen Herzschmerz darf natürlich nicht fehlen – Tracks wie „Sucht“ und „Aschenbecher“ setzen daher auf Piano, Streicher und verletzlichen Gesang. Mit „Ich oder Du“ liefert Yosho außerdem einen starker Freestyle, der zeigt, dass er auch technisch delivered. Die Vorab-Singles „Sieht er das?“, „Ich oder Du“ und „Sorry“ wurden von einer dreiteiligen Videoserie begleitet: verregnete, düstere Bilder aus Großstadt und Vorstadt, oft in schwarz-weiß.

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Yosho mit starker Newcomer-Verstärkung

Der Weg zum zweiten Album „GARROS“ lief für Yosho augenscheinlich recht smooth. Schon 2024 landete er mit „Andere Stadt“ einen viralen Hit. Von da an brachte ihn das Debüt-Tape „FEIGLING.“ mit dem Feature „blessing“ mit dem Hamburger Rapper Ansu endgültig auf die Karte. Auch auf dem neuen Album setzt er auf starke Features und holt sich Unterstützung von zwei aufstrebenden Stimmen: Einerseits holt er den Darmstädter Rapper Jovan auf den Track „Welcome Home“, zweitens hören wir den Aachener Veli auf „Paranoia“. In der Vergangenheit hat Yosho Supportshows für Künstler wie RIN und Berq gespielt. Mit „GARROS“ festigt Yosho nun endgültig seinen Platz in der deutschsprachigen Rap-Szene.

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