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Album der Woche: Zach Bryan – With Heaven On Top

Posted in: Album der Woche
Tagged: Zach Bryan

Nachdem Zach Bryan erst im September vergangenen Jahres den Rekord für das größte zahlende Konzertpublikum in der Geschichte der USA gebrochen hat, haben nun sicherlich noch mehr als die 112.408 Fans, die sich im September im Michigan Stadium versammelten, einen Grund zur Freude. Denn der Country-Musiker legt seinen Hörer:innen mit seinem sechsten Album „With Heaven On Top“ ein Mammutwerk mit insgesamt 25 Liedern vor.

„With Heaven On Top“ ist außerdem mehr als nur irgendein Album, welches Jahre später in einer gefüllten Diskografie untergeht. Denn Zach hat nicht nur seine Texte selbst geschrieben, sondern auch selbst aufgenommen und produziert. So haben wir jetzt fürs neue Jahr ein kraftvolles Album, das sich soundtechnisch zwischen Americana à la Tom Petty und traditionellem Country bewegt.

„With Heaven On Top“: Himmlische Country-Klänge

Während der Intro-Song „Down, Down, Stream“ musikalisch noch nicht erahnen lässt, wie Zach Bryan sein neuestes Werk vertont, liefert uns der Musiker dann aber doch 24 Songs, die sich ganz und gar in Country-Sounds hüllen. „With Heaven On Top“ pendelt dabei mühelos zwischen treibenden, gitarrenlastigen Songs wie „Say Why“ und zurückhaltenden und ruhigen Momenten wie bei „DeAnn’s Denim“. Insgesamt bewegt sich Zach aber in warmen Klängen, die in gewisser Weise auch die Oklahoma-Country-Mentalität widerspiegeln. Denn die sechste Platte ist in keinem geringeren Ort als Tulsa, der zweitgrößten Stadt des US-Bundesstaats, entstanden. So darf auch die Mundharmonika nicht fehlen und hier und da lässt sich ein mehrstimmig begleitender Chor finden, wie auf „Santa Fe“. Geigen und Trompeten gesellen sich später auch noch dazu, wie der Track „South and Pine“ zeigt.

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Zach Bryan: Von Persönlichem und Gesellschaftspolitischem

Die Hörer:innenschaft bekommt mit dem neuen Zach-Bryan-Album außerdem eines der persönlichsten Projekte des Musikers. Denn der Country-Sänger erzählt auf „With Heaven On Top“ von verlorener Nähe – „I’m taking a blade to my own skin / And I ain’t never touching yours again“ („Skin“), Fragen über Schuld und zu guter Letzt Selbstreflexion. Mittlerweile wird auch spekuliert, ob es sich bei einigen Texten auch um Zachs Ex-Freundin und deren Trennung handelt. Mittlerweile ist der Musiker aber glücklich verheiratet, wie ein Post zum ersten Januar auf Instagram bestätigte.

Außerdem findet Zach auf „Bad News“ klare Worte für die Einwanderungsbehörde ICE, die in den USA illegale Einwanderer:innen finden soll, damit diese abgeschoben werden können. „And ICE is gonna come bust down your door“ singt Zach noch in der ersten Strophe. Im Refrain stellt er dann fest: „This land’s your land / This land mine too“. Aktuell werden unter der Trump-Administration bei verheerenden Razzien gegen Einwander:innen immer wieder US-Bürger:innen fälschlicherweise gefangen genommen. Zuletzt tötete ICE eine Frau in Minneapolis, die eine weitere Gefangennahme verhindern wollte.

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All diese persönlichen und gesellschaftspolitischen Themen weiß der Country-Sänger glaubhaft zu verpacken. Sein Mammutwerk hat der Musiker nun übrigens auch gleich in einer Acoustic-Version rereleast. „With Heaven On Top“ macht also gleich doppelt Freude und es bleibt wohl nur abzuwarten, welche Songs Zach dann bei seiner bereits angekündigten Welttournee spielt.

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