Album der Woche: ZAH1DE – Pretty Privilege
„Pretty Privilege“ meint die unbewussten Vorteile und Privilegien, die gesellschaftlich als attraktiv wahrgenommen werden. Oder das erste Album von Zah1de! Auch wenn der Albumtitel natürlich direkt Assoziationen zu dem Phänomen weckt, macht die Rapperin auf ihrer ersten Platte aber deutlich: „Das ist Hustle und kein Pretty Privilege“!
Berliner Shootingstar
Während Zah1de dieses Jahr schon viel Musik veröffentlicht hat, darunter Ansagen an die Hater:innen und ein Feature mit Benno!, gibt es nun den ersten Longplayer der jungen Musikerin. Seit gut einem Jahr flutet Zah1de immer wieder die sozialen Netzwerke. Ob mit „Mona Lisa Motion“ oder „Zahide Did It Better“ – sie liefert Musik, die so frisch und eingängig ist, wie man es von einer 15-Jährigen wahrscheinlich auch erwarten würde.
Seit ihrem ersten Track „TikTok sportlich“ hat Zah1de eine Entwicklung durchgemacht und zeigt auf ihrem Debüt, wie sie in ihren Sound gewachsen ist. Und sportlich dürfte hier auch genau das passende Wort sein, denn nach nicht mal einem Jahr im Game schon ein Album zu droppen, ist sportlich. Es ist aber auch selbstbewusst und zeigt eine uneingeschüchterte weibliche Newcomerin in einer umkämpften Branche. Eben ganz „das, was echte Berliner Youngster tun“!
Pretty Privilege mit harten Beats!
Auf „Pretty Privilege“ vermittelt sie nun auf harten Beats ihre ehrliche Direktheit. Mit Punchlines, die wir schon von den Vorgängersingles kennen, nimmt Zah1de kein Blatt vor den Mund und räumt sich ihren Platz im Rap-Game frei.
Ihren Mix aus Gegenwart und Nostalgie behält Zah1de sich fürs Erste bei. Und so stecken in dem Album nicht nur ganz direkte Referenzen wie „Es ist immer noch Zahide from the Block“ auf „Labubu Freestyle“, sondern auch der passende Sound. Rap und R&B aus den 2000ern treffen aufeinander und Zah1de verleiht den Tracks mit ihrem Rapstil den modernen Touch. So wirken die Songs oft wie alte Bekannte und gleichzeitig wie etwas Neues. Mit schnellem Tempo sind die Tracks voller Energie und laden zum Tanzen ein.
„Jedes Mal die Eins in den Trends auf YouTube“
Der gleichnamige Song „Pretty Privilege“ bildet auf dem gleichnamigen Album den Abschlusstrack und bringt Zah1des Attitude wahrscheinlich am besten auf den Punkt. Die 15-Jährige arbeitet für das, was sie hat und für das, was sie will. Sie lässt sich nicht reinreden und ist damit „Jedes Mal die Eins in den Trends auf YouTube“!
Für Zah1de dürfte mit „Pretty Privilege“ ein erster großer Meilenstein erreicht sein. Und im Januar geht es für sie direkt weiter. Auf den Bühnen Berlins können Fans das Album dann auch direkt live erleben.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.