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All die Jahre – Disarstar spricht seinem jüngeren Ich Mut zu

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Tagged: Disarstar

Als Hip Hop-Fan hörte man erstmals 2010 etwas von Disarstar, als dieser seine EP „Endstation“ zum Free-Download bereit gestellt hat. Es folgten weitere Mixtape-Veröffentlichungen, mmfangreichere Aufmerksamkeit für den Rapper gab es dann erstmals mit der „Kontraste“-EP im Jahr 2013. Egal ob es um persönliche Krisen und Erfolge, die eigene Heimat Hamburg oder Politik und Gesellschaft ganz allgemein geht: Wir kennen Disarstar stets als reflektierten, wortgewandten Charakter, der mit dem Materialismus und Macho-Gehabe der Kollegen nichts anfangen kann. Aber so kommt man nicht einfach auf die Welt, Disarstar wurde vor allem von äußeren Einflüssen und Meilensteinen seines Lebens zu dem Menschen und Künstler geprägt, der er heute ist. Womit er in seiner Kindheit und Jugend kämpfen musste, zeigt er im neuen Musikvideo „All die Jahre“.

Disarstar – All die Jahre

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Im neuen Song zeigt sich Disarstar verletztlich. Einen stützenden Drumbeat gibt es nicht, nur atmosphärische Gitarren begleiten den Rapper auf seinem Vorhaben zwischen Motivationsrede und Seelen-Striptease. Dabei lässt er keine noch so bittere Station auf dem Lebensweg aus, von Schulabbruch, Panikattacken und Jugendamt bis zu Herzschmerz und Psychosezuständen. In der ruhigen, tragenden Hook geht es darum, wie langsam die Zeit verstreicht – doch immerhin verstreicht sie stetig: Keine Krise ist von Dauer, alles ist in Veränderung begriffen. Die Konstante in jeder Lebenslage ist man schließlich am Ende immer selbst: „Wo bist du her? Wo willst du hin? Ich will, dass du das nicht vergisst/ Wenn du dich auf was verlassen kannst, dann auf mich“. Diese Worte richtet Disarstar an sein jüngeres Ich, aber auch an jeden, der sich in einer ähnlichen Situation befindet. Im Video sehen wir den Rapper heute und früher, verkörpert als Kind – dem er symbolisch zum Ende hin, über eine Mauer hilft.

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