Videopremieren: Andrew Paleys Musikvideo ist ein Muss für Musik- und Film-Nerds
In unserer Rubrik „Beste neue KünstlerInnen“ haben wir euch Andrew Paley im Februar 2020 schon einmal vorgestellt. Bevor er 2016 sein erstes Soloalbum „Sirens“ veröffentlicht, ist er ein treues Mitglied der Post-Punk-Band The Static Age, mit der er seit Ende der 00er-Jahre die Indie-Rock-Szene der USA regelmäßig mit Gitarren-lastigen Tracks à la Joy Division versorgt. Doch nach über zehn Jahren gemeinsamer Bandgeschichte zieht es den Frontmann in die musikalische „Selbstständigkeit“ und in ein wesentlich sanfteres Genreumfeld. Andrew Paley entdeckt sich und seine Stimme neu und wagt schon auf seinem Debütalbum erste Experimente mit sphärischen Synthies. Auf seinem zweiten Soloalbum „Scattered Light“, das am 16. Oktober 2020 das Licht der Welt erblickte, baut er seinen stets hoffnungsvollen Singer-/Songwriter-Sound weiter aus und veröffentlicht elft Songs mit Soundtrack-Charakter.
Andrew Paley – Sequels
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Genauso wenig wie sich Andrew für Genregrenzen interessiert, trennt das Multitalent auch seine wissenschaftliche Arbeit von seiner Musik: nämlich überhaupt nicht. Zu unserem Vorteil, denn sonst würden so spannende Musikvideos wie das zu „Sequels“ vielleicht nie entstehen. Doch was macht den Clip zu der träumerisch poppigen Indie-Single eigentlich so besonders? Die Antwort ist so simpel wie kompliziert: künstliche Intelligenz (kurz: KI). Als Doktorand in Informatik an der Northwestern University ist Andrew zwar im Bereich der KI tätig, befasst sich im Allgemeinen aber mit der Demokratisierung des Informationszugangs und der Datenanalyse durch KI. Doch das hindert den Künstler nicht daran, in den letzten Jahren an einer Reihe von unabhängigen Forschungsschwerpunkten im Bereich der generativen Kunst zu arbeiten und damit seine wissenschaftliche Arbeit auch als Inspirationsquelle seiner eigenen Kunst zu nutzen. „Anfang des Jahres habe ich ein paar Videos für andere Songs („Give Up“ und „Stay Safe“) erstellt, die darauf basieren, GANs [[Machine-Learning-Systeme, die selbst lernen]] dazu zu bringen, sich Bilder aus einer anderen Welt auszudenken und sie mit Musik zu synchronisieren, aber ich wollte dieses Video [[Musikvideo zu „Sequels“]] in eine andere Richtung lenken.“, erklärt der Musiker.
Andrew Paley – One Match Fire
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Das Musikvideo zu „Sequels“ basiert auf Wav2Lip, einer besonderen Art und Weise der digitalen Lippensynchronisation, bei dem das System, also die KI beliebige Gesichter nahezu lebensecht reanimiert. Wie das in der Realität aussieht, zeigt uns Andrew Paleys Musikvideo. „Um das Video so zu gestalten, wie es jetzt aussieht, habe ich Filme aus den späten 80er Jahren bis hin zu den frühen 00er Jahren, die meine Kindheit und Jugend geprägt haben, abgefilmt und die einzelnen Szenen zu einem Ganzen zusammengefügt (…) und dann habe ich die Gesichter Szene für Szene neu bearbeitet, um sie an den Text anzupassen.“, erzählt Andrew Paley über den Entstehungsprozess und so sieht es am Ende der Bearbeitung aus, als würden KultschauspielerInnen wie Jodie Foster und Anthony Hopkins („Das Schweigen der Lämmer“) sowie Macaulay Culkin („Kevin Allein zu Haus“) oder Bruce Willis („Das fünfte Element“) den Songtext von „Sequels“ auswendig mitsingen können. Nebenher tanzen die Darsteller aus The Breakfast Club unbeschwert zu der leichtfüßigen Melodie des Tracks und runden das Gesamtwerk meisterhaft ab. Diese außergewöhnliche und einzigartige Kombination von Popkultur und Wissenschaft wird sowohl Musik- und Film-Nerds als auch wissenchaftlich interessierten ZuschauerInnen gefallen!
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.