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Ayliva: Mit großen Balladen zu Millionen Streams

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Tagged: Ayliva

Ayliva macht erst seit zwei Jahren Songs – und ist jetzt schon an einem Punkt, von dem andere aufstrebende Musiker:innen ihr Leben lang nur träumen. Am vergangenen Freitag hat die Newcomerin ihr zweites Album „Schwarzes Herz“ veröffentlicht, das schon jetzt millionenfach gestreamt wurde. Woher rührt der immense Erfolg von Ayliva?

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Pop-Hits aus Schmerzen

Über die Biographie von Ayliva weiß man verhältnismäßig wenig. Die Musikerin heißt eigentlich Elif, hat türkische Wurzeln und kommt aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen. Schon als Kind war sie musikbegeistert und lernte später wie man Gitarre, Keyboard und Geige spielt. An die Öffentlichkeit wagt sie sich allerdings erst Jahre später: Im Jahr 2020 postet Ayliva auf Instagram und TikTok erste Hörproben ihrer Musik und weckte schon mit ihrer ersten Single ein erstaunlich großes öffentliches Interesse. „Deine Schuld“ handelt von der toxischen Beziehung mit ihrem Ex-Freund und ermutigte zahlreiche andere junge Frauen, auf Social Media-Plattformen ebenfalls über ihre Erfahrungen und Traumata zu sprechen.

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Aber es ist nicht nur das brisante Thema, das für Gesprächsstoff sorgt, denn auch Aylivas Debütalbum „Weißes Herz“, das 2022 erscheint, wird ein großer Erfolg. In ihren Songs vereint die Musikerin verschiedene Welten: Große, schwere Balladen mit der Dramatik arabischer Pop-Musik und angereichert mit einer Sound-Kulisse aus dem Deutschrap. Eine Mischung, die unfassbar gut ankommt: Ein Jahr nach Release verzeichnet der am wenigsten gestreamte Song von „Weißes Herz“ drei Millionen Streams.

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Die Stimme im Spotlight

Am Freitag erschien nun das Gegenstück zu Aylivas Debüt: „Schwarzes Herz“. Und wie so oft, lag auch hier wieder die Frage auf der Hand, ob die Newcomerin ihren Lauf auch mit Album Nummer zwei fortsetzen kann. Einige Tage nach Release sieht es ganz danach aus. Beim Hören von „Schwarzes Herz“ fällt ein ums andere Mal auf, wie stark und besonders Aylivas Stimme ist. Auf diese Stärke verlässt sich die Sängerin und spielt ihre gesamte Range aus, von geflüsterten Passagen in Kopfstimme bis zu beinahe geschrienen Ausbrüchen. Die Sounds drumherum sind mehr Begleitung als eigene Akteure: ein Bühnenbild, in dem der Star der Show glänzen kann – Ayliva. Vor allem in der ersten Hälfte von „Schwarzes Herz“ dominieren schwere Balladen mit minimalistischen Arrangements – ein ziemlich zeitloses Modell, das sicher nicht nur den Gen Z-TikTok-Kids zusagt, sondern auch deren Eltern.

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Ayliva tanzt zwischen den Welten

Dafür braucht es oft nicht einmal Drumbeats – die hebt sich Ayliva stattdessen für die zweite Hälfte der Platte auf. Hier gibt es mit „Burlesque“, „Was  mir gefällt“ und natürlich dem Nummer Eins-Hit „Sie weiß“ mehr Einflüsse aus dem Deutschrap und R’n’B – und auch das geht Ayliva ziemlich gut von der Hand. Die Mischung könnte der Schlüssel zu Aylivas ungebrochenem Erfolg sein. Die Newcomerin tänzelt zwischen den Welten und vereint dabei zwischen progressiven Inhalten, einer beeindruckenden stimmlichen Performance, arabischen Hooks und Deutschrap-Beats mühelos verschiedene Zielgruppen. Diese unterschiedlichen Einflüsse nimmt Ayliva glaubwürdig in ihrer Musik auf und erzielt damit einen Erfolg, den vielleicht nicht jede:r fühlt, der aber durchaus nachvollziehbar ist.

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