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Bibiza – Progressiver Oldschool-Sound aus Wien

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Tagged: Bibiza

Dass Oldschool HipHop, nicht auf der reinen Vertonung der vier Rap-Elemente: MCing, DJing, B-Boying und Graffiti-Writing beruht, beweist der Wiener Rapper Bibiza mit seinem Debüt-EP gerade eindrucksvoll. Der 19-jährige Newcomer begann bereits im Alter von dreizehn in seinem Kinderzimmer Beats zu bauen und auf diese zu rappen. Irgendwann waren seine Eltern und Nachbarn von der Dauerbeschallung aber so sehr gestört, dass Bibiza mitsamt Studio in den heimischen Keller zog. „Dort gibt es viel Platz, laute Boxen, eine Booth, einen Toaster und natürlich ein Mic. Alles, was man halt so braucht“, verriet Bibiza in einem Interview. Abgeschottet von der Realität entstanden dort die Texte, Beats und Videos seiner ersten Releases. Mit Homie KEINPLAN veröffentlichte er mit „Manchmal“ im Sommer 2017 den ersten Song, der es auch auf die Streaming-Plattformen schaffte. Schon da war offensichtlich, dass der junge Wiener Talent hat. Mit seiner „Kellerkinder“ Crew veröffentlichte Bibiza dann noch weitere Tracks. Erste größere Aufmerksamkeit erhielt er mit „Nebenbei“, welcher auf YouTube mitsamt Juice-Premiere bis jetzt über 20.000 mal geklickt wurde. Bibiza interpretiert mit seinem Sound den Oldschool neu.

Bibiza – Durch die Hood

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Nun veröffentlichte er mit „Copypaste“ sein langersehntes Debüt-EP. Auf elf Anspielstationen entführt euch der Wiener in seine ganz eigene Welt. Mit dem Intro „Durch die Hood“, „Perspektive“ oder „Naeher“ eröffnet er einen atmosphärischen Klang-Kosmos. Doch Bibizas Sound-Facetten reichen viel weiter. Mit dem „Skit“ oder „Doppelgaenger“ präsentiert der Newcomer einen drückenden Sound. Der Sound scheint auf den ersten Blick eher nach Oldschool zu klingen, doch der Newcomer bricht die konventionellen Sound-Gerüste mit progressiven Einflüssen und einer gewissen Prise melodischer Eingängigkeit. Bibiza präsentiert mit „Copypaste“ eine EP voller Momentaufnahmen eines 19-jährigen Wieners: Suff, Hängen mit den Jungs, Girls und feinster Represent. Zwischen den Zeilen lässt er dann aber auch reflektierte Züge durchblicken. „Raum und Zeit“ ist hier ein Beispiel par excellence. Im eigens produzierten Klangkorsett erfindet der Newcomer das Rappen zwar nicht neu, doch das er muss er auch nicht. Bibiza ist ein erfrischender Gegenentwurf zum Dancehall- und Afrobeat-Sound à la KMN oder Palmen aus Plastik, wobei beide Sound-Entwürfe ihrer Daseinsberichtigung haben. Von dem Newcomer aus 1060 werden wir sicherlich noch einiges hören.

Bibiza – Copypaste

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