Biel: Running Until Everything Goes Quiet
Hinweis wegen Werbung: Dieser Beitrag ist in Parnterschaft mit Saucony entstanden.
Er tätowiert in Berlin, lief aber schon dreimal um die Welt, wenn man seine Kilometer zusammenzählt: Gabriel „Biel“ Barros, gebürtiger Brasilianer, entdeckte den Laufsport vor rund zehn Jahren durch seinen Bruder – und blieb hängen. Im Interview hat er uns erzählt, was beim Laufen in seinem Kopf passiert. Spoiler: ziemlich wenig.
Wenn alles leiser wird
„Das Faszinierendste am Laufen ist, dass ich im Moment bin, wenn ich laufe – ich bin wirklich da, lebe genau diesen Augenblick“, sagt Biel. Genau dieser Zustand ist es, der ihn seit Jahren zurück auf die Straße treibt. Nach dem Lauf beschreibt er ein Gefühl, das er kaum in Worte fassen kann: „Alles wird ein bisschen leiser. Es ist fast wie Meditation.“ Der Kopf wird ruhig, die Gedanken sortieren sich: „Der Kopf wird ruhiger, und man trifft bessere Entscheidungen.“
Der Beat unter den Füßen
Ganz ohne Sound läuft bei Biel trotzdem nichts. „Wenn ich laufe, höre ich gerne Techno. Guter Techno funktioniert einfach immer. Man bekommt dieses BPM in die eigenen Schritte, und es schiebt einen nach vorne.“ Die Musik wird zum Taktgeber, bis irgendwann alles andere verschwindet: „Man kommt in einen Rhythmus, und in diesem Rhythmus verschwindet irgendwie alles um einen herum – man ist einfach nur noch beim Laufen.“
Wenn der Druck kippt
Genau an diesem Punkt, wenn aus Anspannung Bewegung wird und aus Bewegung Vorwärtsdrang, begleitet ihn die Endorphin Series von Saucony. Nicht als Hauptdarsteller, sondern als leiser Teil des Moments: leicht, reaktionsschnell, schnell genug, um mitzuhalten, ohne im Weg zu stehen. Es geht nicht um Erklärungen, sondern um das, was der Körper längst weiß, wenn der Druck sich löst.
Von Brasilien auf die Ultra-Distanz
Sein erstes Rennen fand Biel per Zeitungsanzeige: ein Sechs-Stunden-Lauf, ohne jede Wettkampferfahrung – Ergebnis: Platz drei. Besonders nach der Pandemie übernahm der Sport sein Leben komplett: „Das Laufen hat mein Leben übernommen, vor allem weil ich den Sport liebe und ihm deshalb sehr viel Zeit widme.“ Mittlerweile trainiert er für den 100-Kilometer-Ultralauf beim Run Winschoten – Laufen ist längst Alltag, kein Ausnahmezustand: „Ich denke darüber gar nicht mehr nach. Ich wache einfach auf und gehe laufen.“
Gut müde
Am Ende bleibt ein Erschöpfungszustand, den Biel fast liebevoll beschreibt: „Ich bin müde, aber im Kopf ruhiger. Ich habe dieses Gefühl, etwas geschafft zu haben, das getan zu haben, was ich tun musste.“ Nicht schneller werden, sondern leiser – das ist für Biel der eigentliche Punkt.
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