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Bitte persönlich nehmen: Wilhelmine kehrt ihr Innerstes nach Außen

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Tagged: Wilhelmine

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Die Veröffentlichung des Debütalbums ist etwas ganz Besonderes. Zum ersten Mal präsentiert man sich seinen Fans auf Albumlänge und stellt seine eigene Soundpalette vor. Die zweite Platte steht dagegen unter einem viel größeren Druck und gilt in der Szene als die weitaus „Schwierigere“. Schließlich gibt es nun einen Vergleichswert. Genau dieser Herausforderung stellt sich nun auch Wilhelmine.

Vor knapp zwei Jahren veröffentlichte die Popmusikerin ihr Debütalbum „Wind“, mit dem sie im Herbst 2022 die deutschen Albumcharts stürmte und in TV-Shows wie „Inas Nacht“ oder dem „ZDF Morgenmagazin“ auftrat. Das luftige Element steht damals für die Veränderungen, die ihr Leben begleiten und für die sie in Zukunft offener sein will. Nun steht die Veröffentlichung ihres zweiten Albums an, dessen Titel sich ebenfalls an der Welt der Elemente bedient: „Meere“

Bedeutungsschwere Leichtigkeit

Eines von Wilhelmines großen Talenten: bedeutungsschwere Lyrics in schwerelose Popsongs zu verwandeln. Diese Fähigkeit scheint die Musikerin vor allem auf ihrem neuen Album weiter perfektioniert zu haben – darauf lassen zumindest die vier Vorabsingles „nie wieder wegrennen“, „Paula“, „sie“ und „viele“ schließen.

„viele“, den letzten Vorboten ihres neuen Albums „Meere“, veröffentlichte Wilhelmine bereits am 22. März 2024. Es ist ein Song für die LGBTQIA+-Community, der Wilhelmines selbst angehört und für die sie sich immer wieder stark macht. 2019 veröffentlichte sie ihre Debütsingle „Meine Liebe“, in der sie bereits den Umgang mit Nicht-heteronormativen Beziehungen kritisierte: „Warum ist meine Liebe deiner Rede wert? / Ohne wären wir doch alleine“ Auch fünf Jahre später hat sich daran leider immer noch zu wenig verändert, weshalb Wilhelmine in „viele“ erneut einen Einblick in ihren oft nicht leicht zu bewältigenden Alltag als Mitglied der LGBTQIA+-Community gibt: „5:37 Uhr, das Gespräch von gestern hält mich wach / Mir wurd so kalt, als er sagte, er wünscht sich für dich ein‘ Mann / 6:42 Uhr, ich liege hier in ihrem Arm / Bitte erklär mir, wie so viel Liebe hier falsch sein kann“

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„Als würde man im Meer zu weit hinausschwimmen.“

Soundtechnisch bleibt Wilhelmine auf ihrem neue Album „Meere“ vermutlich auch dem luftigen, unbeschwerten, aber gefühlvollem Pop-Sound treu. Trotzdem bemerkt sie selbst eine inhaltliche Weiterentwicklung. Wilhelmine erklärt: „Bisher waren meine Lieder eher wie Fotos aus der Vergangenheit, die ich in meinen Texten beschreibe. Jetzt habe ich Songs, in denen ich so echt und nah von meinen alltäglichen Gefühlen, meinen Hoffnungen und Ängsten erzähle, wie ich es in meiner Musik noch nie getan habe. Wenn ich in einem Song ein Thema aus der Vergangenheit verarbeite, ist das auch sehr bewegend und nah. Aber bei diesem Album hat es sich manchmal tatsächlich ein bisschen so angefühlt wie ein kurzer Kontrollverlust. Als würde man im Meer zu weit hinausschwimmen und kurz nach unten gewirbelt werden“.

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