Bon Iver verlegen mit dem neuen Album „I,I“ den Herbst um einige Wochen nach vorne
Am 9. August erschien mit „I,I“ das vierte Album des Band-Projekts Bon Iver um Singer-Songwriter Justin Vernon. Nach 12 Jahren vervollständigt sich damit im musikalischen wie auch im übertragenen Sinne ein Kreislauf. Das 2007 erschienene Debütalbum „For Emma, Forever Ago“ steht, wie die Band bekannt gab, sinnbildlich für den Winter. Mit „Bon Iver, Bon Iver“ folgte 2011 das Frühlingserwachen. Zuletzt erschien 2016 mit „22, A Million“ die musikalische Darstellung eines zerrütteten Sommers. Mit „I,I“ findet diese Abfolge der Vier Jahreszeiten im Herbst sein Ende – und gleichzeitig auch einen Neubeginn. Musikalisch ist „I,I“ keine komplette Neuentwicklung, wie es bei Bon Ivers Vorgänger-Alben der Fall war, sondern eine Kombination der bisherigen Stile. Angefangen beim Debütalbum „For Emma, Forever Ago“, welches aus Folk-Songs mit kräftigen Gitarren besteht, über dem orchestralen Sound von „Bon Iver, Bon Iver“, bis hin zu den Synthesizer-Elementen von „22, A Million“. Der Sound von „I,I“ umfasst diese verschiedenen Ebenen und zusammen mit Justin Vernons markanter Stimme einen kraftvollen Klang ergeben.
Bon Iver – Hey, Ma – Official Lyric Video
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Mit „I,I“ beginnt eine Zeit des Wandels, der Einkehr und der Selbstreflexion. Deutlich spürbar ist dies im Song „iMi“, der schon fast wie ein Mantra klingt. Auch Themen wie Einsamkeit, Glaube oder die Kindheit Vernons werden auf dem Album thematisch behandelt. Im Song „Hey, Ma“ werden biografische Bezüge zu Vernons Leben gezogen, die im Musikvideo zusätzlich mit Homevideos aus Kindheitstagen illustriert werden. Obwohl der Großteil des Albums kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst und dem Standpunkt in der Gesellschaft andeuten, endet das Album mit „RABi“ – einem positiven Track. Bon Iver zeigen sich dankbar gegenüber den Menschen in ihrem Leben und der Möglichkeit das der Selbstentfaltung. Der Song rundet das Album, wie auch die Metapher der Jahreszeiten ab, jedoch nicht ohne mit den Zeilen „But if you wait, it won’t be undone“ auf eine kommende Zukunft zu verweisen.
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