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Caramelo liefert mit seinem Tape „Chaos“ Einblicke in die Astrologie des Deutschrap

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An der Seite von Yung Hurn war Caramelo am Anfang seiner Karriere einige Zeit im Dunstkreis des Berliner Künstler-Kollektivs „Live From Earth“ unterwegs. Und das alles schon bevor der Österreicher mit seinen ersten Songs die gewaltige Aufmerksamkeit der deutschsprachigen Rap-Landschaft auf sich zog. Ein Grund ist schnell gefunden: Denn während es so scheint, als ob sich die meisten Rapper hierzulande eher an UK-Grime oder amerikanischem Trap orientieren, wählt Caramelo den Memphis Rap als seine Inspirationsquelle. Sein Hang zu besagten Memphis-Flows kristallisiert sich früh heraus, genauer gesagt schon beim Titel seines ersten Tapes. Denn bei „Orange Mound“ handelt es sich keineswegs nur ein hübsch klingendes Spiel aus zwei englischen Worten, sondern ist in der Tat ein bekanntes berüchitgtes Stadtviertel der US-amerikanischen Südstaaten-Metropole. Nachdem Caramelo aus dem „Live From Earth“ Umfeld zu den „Sumpfjungs“ wechselte, ging es für den Rapper auf dem neuen Label fröhlich weiter. Caramelo setzt weiterhin erfolgreich auf Lo-Fi Sounds und überzeugt mit Freestyle Rap-Parts, welche er mit völliger Selbstverständlichkeit abliefert. Neben seinem Lieblingsthemen (Sternzeichen und Liebe) wird auch gerne mal über „Gefährliche Sprite“, den Weinbrand Chantré und deren Wirkungen philosophiert. Neben der fachmännischen Auskunft über die verschiedensten Sternzeichen, integriert der Rapper aus dem beschaulichen Rheda-Wiedenbrück auch gut und gerne mal Hits in seine Songs, die man nicht unbedingt mit HipHop assoziieren würde. Denn egal ob Coverversion von Stefan Raabs „Waddehaddedudeda“, mit welchem Caramelo sich spaßeshalber für den diesjährigen Eurovision Song Contest bewerben wollte, oder Referenzen an Klaus Lages „1000 und 1 Nacht“ im eigenen Track „Ice-T“ – Caramelo scheint von durchdachten, feierbaren Trash-Songs durchaus fasziniert zu sein und beweist damit abermals seinen ausgeprägten Sinn für Humor.

Caramelo – Subaru Geng

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Mit dem erst kürzlich veröffentlichten Tape „Chaos“ zieht Caramelo textlich mit Songs wie „Skorpio Moon“, „Blutmond Freestyle“ und natürlich auch mit „Sternzeichen“ weiterhin sein charakteristisches Thema der versierten Astrologie durch. Es lassen sich ganze elf Songs in experimenteller Mischung aus Lo-Fi, Memphis-Rap, Old-School Rap-Vibes und New-School Soundcloud-HipHop finden. Das Ganze hört sich wild an, erschließt sich aber beim Hören als eine harmonisch aufeinander abgestimmte Fusion. DIY-Charakter haben ebenfalls die dazugehörigen Videos: egal ob Caramelo mit seiner Crew in sportlichen Subarus cruist oder eine Collage aus Animationsvideos gepaart mit authentischen Party-Aufnahmen liefert – Caramelo beweist Einfallsreichtum und unterstreicht wieder einmal seinen eigenen Style, mit welchem er sich vom Rest der deutschsprachigen Rap-Szene abhebt.

Caramelo – Chaos

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Derzeit präsentiert Caramelo sein neues Tape außerdem auf Tournee, die ihn einige deutsche Großstädte führt.

Caramelo auf Sternzeichen Tour – präsentiert von DIFFUS

13.03. München, Rote Sonne 14.03. Stuttgart, Freund + Kupferstecher 20.03. Hamburg, Übel & Gefährlich Turmzimmer 21.03. Berlin, Kantine am Berghain 27.03. Frankfurt, Zoom 28.03. Köln, Yuca

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