Charlotte Jane ist eine der brillantesten neuen Stimmen Großbritanniens
Schon seit Charlotte Janes Geburt steht ihre Karriere als Musikerin unter einem guten Stern. Im Alter von drei Jahren unterstützt die Newcomerin ihre Großeltern, die als Soul-Duo durch Deutschland und Spanien touren, mit einem Tamburin auf der Bühne und performt wenige Zeit später sogar komplette Songs. Geprägt durch diese ersten Bühnenerfahrungen und frühkindliche Musikerziehung durch Pub- und Club-Besuche, beginnt Charlotte im Teenageralter in ihrer britischen Heimatstadt Hull erste eigene Songs zu entwickeln und tritt dem örtlichen Pop-Chor bei. „Das war die Zeit, in der ich anfing, aus mir herauszukommen. Es war Wahnsinn.“, erinnert sich die Britin, doch das gewonnene Selbstbewusstsein verfliegt bald.
Zusammen mit ihren Eltern verlässt Charlotte plötzlich wenig später ihre Heimat und zieht nach Singapur, wo ihr Alltag zunächst von Wut und Trauer über den Umzug bestimmt wird. Doch angetrieben von diesen starken Gefühlen, fühlt sich die junge Musikerin inspiriert, ihre Songwriting-Skills weiter auszubauen: „Vorher hatte ich über Dinge geschrieben, die ich andere Leute hatte sagen hören oder die ich im Fernsehen gesehen hatte. In Singapur schrieb ich über genau das, was ich fühlte. Die Songs waren ein Ventil.“Diese ehrliche und offene Art, die Charlotte Jane schon damals in ihre Songs legt, begleitet die stimmgewaltige Sängerin übrigens auch heute noch.
Charlotte Jane – Get I Right
Nachdem sie zwei Jahre in Asien lebt, kehrt sie gemeinsam mit ihrer Familie wenig später wieder nach Großbritannien zurück und lernt hier ihren heutigen Manager kennen, welcher der mittlerweile 21-Jährigen (eigentlich 22-Jährige, aber Charlotte besteht darauf, dass 2020 nicht zählt und wir alle deshalb ein Jahr abziehen können sollten) zunächst einige Auftritte in der Umgebung organisiert, später sogar eine gemeinsame Zusammenarbeit mit Beyónce-Songwriter Toby Gad in den USA an Land zieht. Überwältigt von Charlotte Janes Talent bietet Gad der Newcomerin auf der Stelle einen US-amerikanischen Verlagsvertrag an und Charlotte wird zum ersten Mal bewusst, dass sich ihr Traum, als erfolgreiche Musikerin Karriere zu machen, erfüllen könnte: „Es war wie ein Wirbelsturm. Es fühlte sich unwirklich an. Das war so weit weg von allem, was ich gewohnt war. Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass das alles realistisch sein könnte.“
Mit dem Release ihrer Debüt-EP „Nowhere To Hide“ im Jahr 2019 öffnen sich für Charlotte Jane dann auch die letzten verschlossenen Türen. Die kraftvolle und reine Stimme der Britin gepaart mit poppigen Rhythmen, eingängigen Hooks und gefühlvollen Lyrics spiegelt nicht nur die selbstbewusste Seite der Nachwuchskünstlerin wider, sondern berührt auch mit jedem gesungenen Ton die Herzen ihrer ZuhörerInnen. Die EP ermöglicht der Sängerin auch Auftritte mit Jess Glynne, Dennis Lloyd, Lewis Capaldi und Tom Odell, mit denen sie zusätzlich ihre Reichweite vergrößern kann. 2020 zeigt sich Charlotte Jane nun noch ein bisschen persönlicher und dafür um so verletzlicher: „Anstatt die Produktion unnötig kompliziert werden zu lassen, erlaube ich meinem Gesang und meinen Texten zum ersten Mal im Vordergrund zu stehen“, erzählt sie. „Dies sind die Lieder, bei denen ich mich am verwundbarsten fühle, aber es sind auch diejenigen, bei denen ich mich so ehrlich zeige wie noch nie.“
Dazu gehört unter anderem auch ihre aktuelle Single „Get It Right“, die Charlotte als Reaktion auf einen Typen verfasst, der über ein Jahr lang mit ihren Gefühlen gespielt hatte: „Kurz gesagt: Ich bin sitzengelassen worden. Ich war beleidigt und gedemütigt. Aber in dem Moment bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mich nicht noch mal so scheiße würde behandeln lassen.“Diese Einsicht und die damit einhergehende Selbstakzeptanz die „Get It Right“ innewohnt, fühlt man als ZuhörerIn in jedem einzelnen Moment des Tracks. Außerdem ist der Song für Charlotte der Beginn eines neuen Kapitels: Eines, das die Musikerin vielleicht nicht vor schmerzhafte Begegnungen schützen und vor Fehlern bewahren kann, aber trotzdem ein Kapitel, in dem sie sich ihren Herausforderungen stellen wird und uns in zukünftigen Songs von den gewonnenen Erkenntnissen berichten kann.
Charlotte Jane – Nervous
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