„CONS U ME“: Slav liefert mit seiner neuen EP den Soundtrack zu einem Wiener Kunstprojekt
Seit Jahren scheint die Welle der österreichischen Rapper nicht abebben zu wollen. Egal ob Moneyboy, Crack Ignaz oder Yung Hurn, bei unseren Nachbarn wird künstlerische Entwicklung und Freiheit offensichtlich noch großgeschrieben. Das jüngste Beispiel dafür ist Slav. Während er auf seinem Debütalbum weite, atmosphärische 808-Beats berappt, überrascht der Newcomer auf seiner „CONS U ME“-EP mit einem Soundgewand, welches man vermutlich als letztes bei ihm erwartet hätte. Die „CONS U ME“-EP teilt sich den Namen mit der Ausstellung von Daniel Silva Flandez und knüpft auch thematisch nahtlos an die Kunstwerke des Wiener Malers an. In zehn Ölgemälden verarbeitete Flandez seine Erfahrungen mit der Club- und Ravekultur. Dementsprechend klingt die musikalische Umsetzung des „CONS U ME“-Konzeptes von Slav nach einer Mischung aus House, Techno mit UK-Garage-Anleihen, ähnlich wie sie auf dem jüngsten Album von Trettmann zu finden waren.
Slav – Lifestyle
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Textlich entführt Slav seine Hörer in das Nachtleben der österreichischen Hauptstadt. Auch wenn der Club eigentlich viel zu teuer ist: irgendwas geht immer. Manchmal werden in örtlichen Tankstellen diverse alkoholische Getränke stibitzt, das iPhone-Display für andere Rauschgifte missbraucht oder man stellt sich eben doch in der viel zu langen Schlange an, um einen heftigen Rave zu erleben. Welche Mittel benutzt werden ist eigentlich egal, die Betäubung steht im Fokus. Auch wenn man all diese Geschichten schon gut zu kennen glaubt, Slav schafft es mit wenigen Worten diesen exzessiven Lifestyle lebhaft zu bebildern und reflektiert gleichzeitig die zahlreichen Beobachtungen von zwischenmenschlichen Interaktionen und Dynamiken, die er auf verschiedensten Partys gemacht hat. Spannend zu hören, wie rapide sich ein junger Künstler weiterentwickeln kann und mutig neue Soundgefilde erforscht.
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