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Dark-Schauspieler Moritz Jahn verzaubert mit Indie-Folk

Tagged: Moritz Jahn

Teenager verschwinden, im nahen Wald tragen sich mysteriöse Ereignisse zu und eine ganze Gemeinde steht Kopf – In diese Szenerie schickt uns 2018 die erste Staffel der deutschen Netflix-Produktion „Dark“. Mit der anspruchsvollen Handlung und ihren vielen Zeitlinien ist die Serie sicherlich nichts zum nebenher schauen, trotzdem verbuchte sie in Deutschland wie auch international einen beachtlichen Erfolg, einmal mehr mit der kürzlich erschienen dritten und finalen Staffel. Von Anfang an mitten drin: Moritz Jahn. Der Schauspieler aus Hamburg spielt in „Dark“ die Rolle des Magnus Nielsen, dessen Bruder zu Beginn der Serie verschwindet. In der Serie zeichnet ihn seine verwuschelte Skater-Frisur, eine übergroße Bomberjacke und seine Weed-Affinität aus, der er gerne sogar auf dem Schulgelände nachgeht, obwohl er der Sohn der Rektorin ist. In dieser Rolle haben ihn viele Fans der Serie ins Herz geschlossen, ohne zu wissen, dass der echte Moritz Jahn neben der Schauspielerei noch ein ganz anderes Talent hat. Denn seit 2018 veröffentlicht er eigene Songs, zwischen Indie-Folk und alternativem Pop, so professionell, dass man ihnen zu keinem Zeitpunkt anmerkt, dass sie für Moritz mehr Hobby als Beruf darstellen.

Moritz Jahn – Time

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Von Anfang an tut sich Moritz Jahn mit dem Produzententeam Frische Luft zusammen, die neben Writing und Produktion von Pop-Musik auch Audio-Design für Firmen umsetzen. Mit Unterstützung des Trios veröffentlicht Moritz im vergangenen Jahr seine erste EP: „Love, hate & the mistakes of a lifetime“. Sein englischsprachiger Gesang auf den fünf Stücken strahlt einiges an Charakter aus, erinnert an Größen wie Imagine Dragons, Coldplay und vor allem Bon Iver. Gerade letzterer scheint mit seiner zarten wie auch experimentellen Indie-Musik einen starken Einfluss auf Moritz gehabt zu haben. Dank der konstanten Zusammenarbeit mit Frische Luft durchzieht die EP außerdem klanglich ein roter Faden: Verspielte Folk-Melodien tauchen immer wieder auf und gezupfte Streichinstrumente verleihen den eigentlichen ruhigen Songs eine gewisse Nervosität. Zusätzlich verstehen sich die Produzenten aber auch darauf, immer wieder unerwartete Momente einzuschieben, seien es nun rauschende Natur-Klänge, verzerrte Bässe oder bearbeitete Samples von Moritz‘ Stimme. Obwohl die EP nur fünf Songs stark ist, folgt sie einem beeindruckenden dramaturgischen Bogen, vom Dancehall-inspirierten „Time“ über den lagerfeuer-tauglichen Titeltrack „Love, hate & the mistakes of a lifetime“ bishin zur gepfiffenen Tune von „Back to the roots“.

Moritz Jahn – Love, Hate & The Mistakes Of A Lifetime

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Auch in diesem Jahr scheint Moritz Jahn musikalisch einiges vorzuhaben. Der 25-jährige arbeitet weiterhin mit Frische Luft zusammen und veröffentlicht im vergangenen Monat die Single „Ghost“. Im Video sehen wir den Musiker in der menschenleeren Idylle eines Birkenwaldes, begleitet von sanften, luftigen Indie-Folk-Klängen, die gemeinsam mit dem emotionalen Auf und Ab in Moritz‘ Stimme einmal mehr an Bon Ivers „For Emma, forever ago“ erinnern. Vor wenigen Tagen erscheint dann Jahns neueste Single mit dem kryptischen Namen „Boston II“. Der sphärische Folk weicht präzisen, engen Sounds, getragen von gezupften Gitarren und Streichern. Dadurch kehrt eine gewisse Nervosität und Anspannung in die Musik zurück, wie wir sie schon von der EP aus dem Vorjahr kennen. Dazu kommen elektronische Elemente und natürlich Moritz‘ Gesang, der immer wieder umschlägt und dem Song unerwartete Wendungen gibt. Diese Dynamik passt zum Musikvideo, in dem ein Tänzer in orangenem Zwielicht eine expressive Choreographie performt. Ob Dark-Fans oder einfach nur Indie-LiebhaberInnen: Moritz Jahns Musik lässt sich vielen Menschen ans Herzen legen. Erfrischend ist dabei, wie ernsthaft und liebevoll der Schauspieler an seine zweite Leidenschaft herangeht. Statt kommerziellem Pop mit Hip Hop-Anleihen macht er gemeinsam mit Frische Luft eigenwillige Indie-Musik, auf die er selbst Lust hat – und das hört man den Songs mit Sicherheit an.

Moritz Jahn – Boston II

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