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„Tanzbare“ Konsumkritik direkt aus Kreuzberg: Rapper Dazzle hält euch mit „Alle bisschen kaputt“ den Spiegel vor

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„Sind wir nicht alle ein bisschen kaputt?“, fragt der Kreuzberger Rapper und Doubletime-König Dazzle und hält mit seiner neuen Single „Alle bisschen kaputt“ der Konsumgesellschaft den Spiegel vor. Wer jetzt Angst vor einer langweiligen und häufig gehörten Kritik hat, den können wir direkt beruhigen. Tanzbare Konsumkritik im zeitgenössischen Klang-Korsett drückt es wohl aus. Das drückende von Future-Beats inspirierte Instrumental trifft auf reduzierte aber durchaus kritische Lyrics. Verantwortlich für den Beat sind Nobodys Face & Jumpa. Die beiden Klangvirtuosen untermalen nicht nur Dazzle’s Strophen, sondern auch das von Filatow Regie geführte Video. Was visuell mit einer Southside Referenz beginnt, endet mit einem „Alle bisschen Kaputt“ Sticker auf einer Amazon Paketstation. Dazwischen gibts eine Konsumkritik in ästhetischer Form: Moet-Molotowcocktails, vorgehaltene Spiegel und ein melancholischer Dazzle, welcher sich ganz kurz im Astronautenanzug etwas Schönes wünscht, aber dann doch keine Lust drauf hat.

Dazzle – Alle bisschen kaputt

Schon seit seinem Debütalbum „Schlechter Einfluss“ kombiniert Dazzle in seiner Musik Kuduro-Sounds zwischen westafrikanischem Dancehall und westlicher elektronischer Musik mit gesellschaftskritischen Inhalten. Und diese Mixtur würzt er mit stillsicheren Doubletime MC-Tugenden. Der Berliner Künstler hat Rap im Blut. Was bei vielen eine langweilige Floskel ist, stimmt bei Dazzle zu hundert Prozent, denn der Rapper engagiert sich auch abseits seiner eigenen Karriere. So engagiert er sich beispielsweise beim Jugendprojekt Tuned und bringt Kindern HipHop näher.

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