Die 10 besten Alben 2020 national
Provinz – Wir bauten uns Amerika
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Mit ihrem Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ machen Provinz genau da weiter, wo sie mit dem Song „Reicht dir das“ im Mai 2019 aufgehört hatten. So finden sowohl die ersten kleinen Hits der Band, „Augen sind rot“ oder „Wenn die Party vorbei ist“, einen Platz auf der Tracklist, lassen aber auch einer Handvoll bisher unbekannter Songs den nötien Freiraum, sich im Album-Kontext zu entfalten. Sei es nun der Disco-inspirierte Four-To-The-Floor-Track „Tanz für mich“ oder die leichtfüßige Liebeserklärung „Nur bei dir“. Die rasante Bekanntheit der Band und der Weg dorthin finden thematisch aber nur am Rande des Albums statt und so bleiben weiterhin zwischenmenschliche Beziehungen, seien sie nun platonischer oder romantischer Natur, inhaltlicher Mittelpunkt. Stimmungsmäßig gehen ruhige und aufbrausende Stücke auf „Wir bauten uns Amerika“ Hand in Hand, vielleicht auch gerade deshalb, weil beide Attribute oft auf ein und denselben Song zutreffen. Selbst „Nur Freunde“, ein Song, der gänzlich mit Akustik-Gitarre auskommt, lässt einen nicht abschalten, zu sehr ist man gefesselt vom gequälten Leid in Vincents Stimme. Ihr überlassen die übrigen Bandmitglieder an den richtigen Stellen das Scheinwerferlicht, ohne dass der Sound dabei in den Hintergrund rückt, ganz im Gegenteil: Provinz kombinieren den Groove eines Lukas Graham mit der Größe und Dramatik von Mumford & Sons. Vor allem diese Größe ist es, mit der Provinz im deutschen Raum hervorstechen und die schon jetzt klar macht: Dieses Album kann 2021 Festival-Bühnen und Hallen füllen – hoffen wir inständig, dass die Pandemie dies zulässt.
Giant Rooks – Rookery
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Dass man sich für das Debütalbum Zeit gelassen hat, hört man jedem Song auf „Rookery“ an. Giant Rooks bewegen sich elegant und zielsicher auf dem schmalen Grad zwischen Wiederholung und Entfremdung, „Rookery“ bildet dafür einen runden Abriss ihrer bisherigen musikalischen Vergangenheit und gibt gleichzeitig vielleicht sogar einen Ausblick auf die zukünftige Soundwelt der Band. Auto-Tune und Giant Rooks? Funktioniert im Album-Closer „Into Your Arms“ wunderbar! Eingespielt wie eh und je liefert die Band auf „Rookery“ aber auch aufgeladene Arrangements, melodische Chöre und emotionale Lyrics – immer mit einem ausgezeichneten Gespür für treibende Melodien und tanzbare Sounds. Aber auch die emotionale Seite, die die Band gerne in ihren ruhigeren Songs Preis gibt, findet auf dem Debütalbum ihren Platz. Musik mit Gefühl, Bedacht und vor allem ohne sämtliche Scheuklappen haben sich die Giant Rooks auf die Fahne geschrieben. Eine Einstellung, die den fünf Bandmitgliedern dabei helfen könnte, der Illusion, dass es Bands aus Deutschland im Ausland schwer hätten, ein für alle mal ein Ende zu setzen.
Joy Denalane – Let Yourself Be Loved
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Joy Denalane ist die unangefochtene, deutsche Queen of Soul. Mit ihrer einzigartigen Stimmgewalt versorgt sie seit beinahe 20 Jahren die ganze Welt mit Alben, die direkt ins Herz gehen. Auf ihrer letzten Platte „Gleisdreieck“ aus dem Jahre 2017 sang sie in deutscher Sprache. Für ihr neues Album „Let Yourself Be Loved“ ist sie zum englischen Gesang, den man schon 2006 auf „Born & Raised“ genießen konnte, zurückgekehrt. Auch auf Soundebene hat sie sich gen Motown-Soul (zurück)-orientiert. Das neue Album erschien über das ikonische Motown Records Label aus Detroit, womit für die Berlinerin ein Traum in Erfüllung ging. Schließlich wurde eine junge Joy schon im Kindesalter mit Platten von Stevie Wonder, Michael Jackson und Co. beschallt. Nach eigener Aussage hat die Arbeit an „Let Yourself Be Loved“ schon 2015 in New York begonnen, da es allerdings eine große und anspruchsvolle Aufgabe war, dem Motown-Sound gerecht zu werden, wurde die Produktion des Albums hinten angestellt und die Arbeit an „Gleisdreieck“ vorgezogen. Gut Ding will schließlich Weile haben. Für uns ist „Let Yourself Be Loved“ von Joy Denalane das schönste und wärmste Album über die Liebe, das dieses Jahr erschienen ist. Übrigens: Im September haben sich Joy Denalane und Yannick im Rahmen unseres Joy Denalane im Interview mit Yannick zum Album über einige Themen aus „Let Yourself Be Loved“ unterhalten.
Tarek K.I.Z – Golem
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Zumindest in Teilen losgelöst von seinen K.I.Z-Kollegen veröffentlicht Tarek Anfang des Jahres ein sehr persönliches Album, auf dem er sich in Teilen seiner eigenen Lebensgeschichte widmet – damit ist er der erste seiner Band, der sich an die Aufgabe „Solo-Platte“ heranwagt. Mit seiner Single „Ticket hier raus“ schlug Tarek K.I.Z bereits 2019 einen düsteren Ton an, der auf dem Album 2020 sehr präsent wurde. Dabei rappt er nicht nur in einer deutlichen Bildsprache, sondern gibt auch dem Gesang einen noch größeren Raum als bisher gewohnt. Immer wieder werden dabei Momente des Ausnahmezustands in seiner Musik beschrieben, die auch in den Musikvideos weitergespielt werden. Außerdem fasst Tarek auch einige Themen an, die nicht nur aus seiner Lebenserfahrung resultieren, sondern auch Vorsicht und Respekt von seinen Texten verlangen. Afro-Deutsche Identität oder sein Umfeld betrachtet er dabei sehr genau und verwandelt tiefgreifende Themen in Songs, die mal zynische, mal melancholische und auch absurde Formen annehmen. Mit seinem ersten Solo-Album hat Tarek K.I.Z seinen eigenen Golem erschaffen: Ein übergroßes mythisches Wesen, über das sein Schöpfer die Kontrolle verliert. Eine Analogie zum Albumprozess selbst und Tareks Leben als Musiker. Was letztlich mit „Golem“ in den kommenden Jahren passiert, liegt nach Release nicht mehr in seiner Hand.
Blond – Martini Sprite
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Blond – das sind die Schwestern Nina und Lotta Kummer gemeinsam mit ihrem Kumpel Johann Bonitz. Die drei kennen sich bereits seit ihrer Kindheit und machen ungefähr genau so lange zusammen Musik. Im Jahr 2016 trat das Trio mit der selbstbetitelten Debüt-EP zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Seitdem ist bei den drei Chemnitzern viel passiert: 2017 folgte die zweite EP „Trendy“, ihre Single „Spinaci“, Supportshows für unter anderem Von Wegen Lisbeth, Kraftklub und Leoniden, etliche eigene Konzerte und auch unzählige Festival-Auftritte. Im April 2019 veröffentlichten sie die Single „Hit“ und präsentierten darauf eine spannende Mischung aus Indie, Pop und einer verspielten Portion Las Vegas Glamour – dem Markenzeichen von Blond. Diesen eigensinnigen Mix gab das Trio auch in diesem Jahr auf seinem langerwartenden Debütalbum „Martini Sprite“ zum Besten. Darauf zu finden ist unter anderem die raue Indie-Rock-Nummer „Thorsten“, in der die drei mit dem Mansplaining der Musikbranche abrechnen, der groovige Disko-Hit „Autogen“ sowie die zunächst heitere und besonnene Single „Es könnte grad nicht schöner sein“, in der Nina, Lotta und Johann das Thema „Menstruation“ besingen. Allumfassend ist „Martini Sprite“ damit ein Album, dass die Band Blond, wie wir sie kennen, eins zu eins wiederspielt und mit dem das Trio hoffentlich im Herbst 2021 endlich seine langersehnte Clubtour antreten kann.
All diese Gewalt – Andere
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Max Rieger ist so etwas wie die Indie-Schaltzentrale Deutschlands. Nicht nur als Sänger von Die Nerven, sondern auch als Produzent von Drangsal, Ilgen-Nur, Mia Morgan und etlichen weiteren KünstlerInnen hat er sich einen Namen gemacht. Abseits von seinem sonst schon vollen Terminkalender veröffentlicht er unter dem Pseudonym All diese Gewalt auf Solo-Pfaden Musik – und das äußerst eindrucksvoll. Bereits vor sechs Jahren erblickte mit „Kein Punkt wird mehr fixiert“ die erste Platte das Licht der Welt, „Welt in Klammern“ folgte 2017. Trotz seines immens hohen Pensums an Producer-Tätigkeiten hat Max Rieger in den letzten vier Jahren an einem neuen All Diese Gewalt-Album gearbeitet, auf dem er das gesamte Spektrum seines Könnens präsentiert unnd mit dem er vielleicht so etwas wie sein Opus Magnum geschaffen hat. Rieger schafft es immer wieder, Sound-Landschaften zwischen Pop und Experiment zu erschaffen, die von klanglichen Wendungen durchdrungen sind. Technoide Elemente und atmosphärische Parts sind ebenso Teil der Riegerschen „Selbstdekonstruktion“ wie eine zerbrechliche Piano-Ballade. Der Musiker hat mit seinem Album gezeigt, dass er zu großem im Stande ist und die deutsche Musiklandschaft wohl auch in den nächsten Jahren mit beeindruckenden Produktionen bereichern wird.
Apache 207 – Treppenhaus
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Dass Apache 207 mit seinem Debütalbum meteorartig einschlagen würde, hätte man anhand des gigantischen Momentums nach seiner Erfolgs-EP „Platte“ durchaus prognostizieren können. „Treppenhaus“ überzeugt nicht zuletzt mit seinen bis ins letzte Detail ausproduzierten Instrumentals, welche von der Crème de la Crème des deutschen Produzenten-Kosmos beigesteuert wurden. Die lupenreinen, stellenweise sehr poppigen Produktionen erstrahlen allerdings erst mit der präsenten Stimme des Musikers aus Ludwigshafen zu Glanz. Dabei ist es völlig hinfällig ob Apache seine hohen Singstimme anbringt, oder mit harten und schnellen Worten rappt. Thematisch dreht sich das Album um den Umgang mit Apaches finanziellen und sozialen Aufstieg und seinem neuen Lifestyle, wobei beide Lebensumstände ihm stellenweise gar nicht mal so geheuer zu sein scheinen. Auch wenn „Fame“ und „Bläulich“ sich inzwischen als die vermutlich meist gehörten Anspielstationen herausgestellt haben, steckt das zwölf Titel starke „Treppenhaus“ nicht zuletzt dank der außergewöhnlichen Gesangsleistung und Apaches Sinn für Melodien voller Ohrwürmer, unterhalsamer Lines und Hits.
Haiyti – influencer
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Dieses Jahr veröffentlichte Haiyti ihr viertes Studioalbum „Sui Sui“, welches durch die Vielseitigkeit im Sound und nicht zuletzt durch das verquere Naturell der Jugo-Gangsta-Queen eines der spannendsten Releases des Jahres war. KritikerInnen und Fans waren sich einig: Das ist ihr bisher stärkstes Werk. Doch „Robbery“ sollte uns in den Sommer- und Herbstmonaten alle eines Besseren belehren, denn sie wäre nicht Haiyti, wenn sie nicht noch einen (oder eben acht) draufsetzen würde. Mit Acht Videoauskopplungen, einem eindeutig düstereren Soundbild als „Sui Sui“ und einer Rückbesinnung zur Härte und Kälte der Straße veröffentlichte die Ganovennichte mit „Influencer“ ihr zweites Album in diesem Jahr. Natürlich bezieht sich der Titel des Albums weniger auf ihre Aktivitäten in den sozialen Medien, sondern viel mehr auf den bleibenden Eindruck, den sie schon vor Jahren in der deutschen Rapszene hinterlassen hat. Und genau dieser prägenden Position macht sie mit ihrer virtuosen, destruktiven und experimentellen Herangehensweise „Influencer“ alle Ehre.
The Screenshots – 2 Millionen Umsatz mit einer einfachen Idee
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
In einer kleinen Internet-Blase haben Dax Werner, Kurt Prödel und Susi Bumms vor etwas mehr als zwei Jahren zusammengefunden. Auf Twitter schon längst zu Satire-Ikonen aufgestiegen, entschied sich das Trio zum naheliegendsten Schritt: Warum nicht einfach unironisch eine Band gründen? Statt eines großen Pranks lieferte die Band zunächst zwei EPs und in Form von „Europa“ eine LP, auf der man ruppigen, eigenwilligen Indie-Rock zu hören bekam. Auftritte bei Jan Böhmermanns Neo Magazin Royale sowie mehreren Festivals katapultierten die „Sh00ters“ schließlich aus der Bubble in das Bewusstsein eines größeren Publikums. Nach ihrer „Liebe Grüße an alle“ Tournee im Februar dieses Jahres machte sich das Trio direkt an die Arbeit und entwickelte neue Songs, die man im Oktober im Rahmen des Albums „2 Millionen Umsatz mit einer einfachen Idee“ bündelte und veröffentlichte. Auf der Platte beschäftigen sich Dax Werner, Susi Bumms und Kurt Proedel (teilweise höchst ironisch) mit allerlei gesellschaftlichen Themen wie dem Urlaubsportal Airbnb, aber auch mit dem Start-Up Gedanken und Konsum. In unserer ergründeten die drei, wie sie die Ironie in ihren Texten bewerten und gingen auf den Verlauf ihres Schreibprozesses ein.
Haftbefehl – Das weisse Album
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Für Fans von deutschem Rap dürfte „Das Weiße Album“ von Azzlackz-Imperator Haftbefehl ein Highlight in diesem sonst so dunklen Jahr gewesen sein. Wobei die Themen, die Aykut Anhan auf seinem sechsten Langspieler behandelt, beim Hören die eigenen Gedanken eigentlich in absolute Finsternis hüllt. Egal ob die Folgen seines Kokain-Konsums, die wilden und lebhaft beschriebenen Trips, die allgegenwärtige und doch unterschwellige Sozialkritik, das gottverdammte Babo-Highlife und die seelischen Abgründe eines Mannes, der genug Tiefpunkte für sieben Leben erlebt hat. Jeder Bereich wird von Haftbefehl fachgerecht zu knallharten Ansagen und Zeilen verwertet, die zusammen mit den rauen Produktionen von Bazzazian zu einem brutalem Wunderwerk der Straßenpoesie verschmelzen. Doch eigentlich hat sich wenig verändert: Hafti nimmt kein Blatt vor den Mund, eckt an und setzt nebenbei Maßstäbe, ohne auch nur einen Funken Ambition dahingehend zu verschwenden.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.