DIFFUS

Die 10 besten Songs 2020 international

Posted in: FeaturesListen

Phoebe Bridgers – Kyoto

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Mitte des Jahres erschien Phoebe Bridgers neues und langersehntes Album „Punisher“. „Kyoto“ ist dabei für Bridgers-Verhältnisse ein ungewöhnlich flotter Song. Er handelt von der Antriebs- und Lustlosigkeit in einer eigentlich spannenden Situation und so beamt sich Phoebe gedanklich nach Japan, wo sie trotz der Zeit und der Möglichkeit, etwas zu intererssantes unternehmen, lieber in ihre Gedanken eintaucht und sich darin verliert. Sie selbst sagt, dass „Kyoto“ auch das Hochstapler-Syndrom ansprechen würde, wodurch Menschen sehr stark an ihren Fähigkeiten zweifeln. Der Song steht zudem beispielhaft für die wunderschönen und ummantelnden Indie-Pop-Sounds, die Phoebe Bridgers auf ihrem neuen Album präsentiert.

The Weeknd – After Hours

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Gegen Ende des letzten Jahres sowie zu Beginn 2020 veröffentlichte The Weeknd mit „Heartless“ und „Blinding Lights“ zwei neue Singles, die vor allem von funkelnden 80er-Jahre-Anleihen lebten und einmal mehr das Hit-Potenzial des R&B-Superstars unterstrichen. Diesen offensichtlichen und radiotauglichen Hits folgte wenig später der lange, stimmungsvolle und düster-melancholische Titeltrack seines Ende März veröffentlichten Albums „After Hours“, in dem The Weeknd in gewisser Weise soundtechnisch zu seinen musikalischen Anfängen zurückkehrt. „After Hours“ ist zwar auf der Tracklist der Platte zu finden, kann aber auch ganz selbstständig auftreten, sodass zu dieser Unabhängigkeit ein eigenes Intro, ein Hauptteil und ein Outro gehören. Diese Komponenten teilen den Titelsong zwar gedanklich, lassen ihn aber andererseits wie eine stimmige Fusion aus drei Songs erscheinen. Inhaltlich liefert Abel Tesfaye in „After Hours“ eine Entschuldigung für sein Verhalten und eine Bekundung, sich ändern zu wollen und seine Liebe wieder in den Armen halten zu können – ganz im Sinne der Katerstimmung nach einer Party. Ein YouTube-Kommentar bringt die Reise von The Weeknds Songs dabei vortrefflich auf den Punkt: „Blinding lights was for the radio, Heartless was for the partiers, After Hours was for XO.“

Dua Lipa – Physical

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


„Physical“ machte zu Beginn des Jahres genau da weiter, wo „Don’t Start Now“ und „Future Nostalgia“ 2019 aufgehört hatten und erschien als eine fast noch ausdrücklichere Reminiszenz an die 80er, die Hand in Hand mit omnipräsenten Disco-Einflüssen geht. Damit machte die 25-jährige Britin deutlich, dass sie sich spätestens nach dieser Veröffentlichung mit dem Titel als „Queen of Pop“ schmücken darf und sich mit ihrem schnellen Elektro-Synth-Pop-Song einen festen Platz unter den Top-Ohrwürmern des Jahres verdient hatte.

Drake – Toosie Slide

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Welches Bild kommt vor eurem inneren Auge auf, wenn ihr die Begriffe „viral“, „TikTok“, „Mega-Villa“ und „Fortnite-Tanz“ lest? Vermutlich werdet ihr eine Szene aus Drakes Video zu „Toosie Slide“ in euren Schädeln haben, denn die Chance, dass ihr einen der 252.000.000 Views auf Youtube zu verantworten habt, ist gar nicht mal so gering. Denn während des ersten Lockdowns hat sich Drake offensichtlich mit der Social-Media Plattform TikTok auseinandergesetzt und diese entschlüsselt, denn sowohl das Video als auch der Song „Toosie Slide“, der erst im April dieses Jahres erschienen ist, ist auf die Mechanismen der oben erwähnten Plattform ausgelegt. Mit dem dazugehörigen Tanz, der in der catchy Hook beschrieben wird, bahnte sich der kanadische Superstar den Weg in sämtliche TikTok-Trends und bewerkstelligte es sogar, die ulkige Bewegungsabfolge als waschechten Fortnite-Tanz zu virtualisieren. „Toosie Slide“ war ohne Frage einer der einprägsamsten Momente des Musikjahres 2020, presented by OVO’s very own, Drake.

Keke – Ladies

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Keke ist momentan nicht nur eine der spannendsten Newcomerinnen der deutschsprachigen Rapszene, sondern auch eine der wichtigsten Rolemodels unserer heutigen Zeit. In diesen Jahr kehrte die in Wien geboren Musikerin gleich mit zwei gewaltigen Power-Songs zurück. „Ladies“ und „Kinda Cute“ sind soundtechnisch zwar sehr unterschiedlich, behandeln aber dasselbe Themenfeld: Selbstliebe, Selbstakzeptanz sowie weibliche Sexyness und dass diese genauso vielfältig und einzigartig ist, wie die Persönlichkeit und der Körper jeder Frau. Während „Kinda Cute“ mit seiner düsteren Soundästhetik und einem reduzierten Trap-Beat nur so vor gesundem Selbstbewusstsein strotz, ist „Ladies“ eine tanzbare Latin-Pop-Nummer, die mit warmen und melodischen Klängen ein einzigartiges Wir-Gefühl erschafft und gemacht ist „für die Babys, die Bitches, die Tomboys, (…) die Schlampen, die Lesben, die Transen“ – kurz gesagt: für jede Frau dieser Welt!

Taylor Swift feat. Bon Iver – exile

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Im Sommer 2020 veröffentlichte Taylor Swift ihr Album „folklore“ und bewies damit einmal mehr, dass sie und ihre Musik in den noch so unterschiedlichsten Facetten funktionieren können. So präsentierte die 30-jährige Sängerin und Songschreiberin auf „folklore“ andächtigen Indie-Folk-Pop, kehrte dabei allerdings nicht zu ihren Country-Tagen zurück, sondern zeigte sich ohne Spektakel von einer verletzlichen und vor allem nahbaren Seite, mit einem Händchen für die ganz großen Gänsehaut-Momente im kleinen Gewand. Bestes Beispiel: Der Song „Exile“, der in Zusammenarbeit mit Bon Iver entsteht. Das Duett lebt vor allem vom Gegensatz der tiefen und rohen Bariton-Stimme Bon Ivers und den luftig-hohen Vocals von Taylor Swift – es entsteht vor allem gegen Ende des Tracks eine brilliante Harmonie, die das Streit- bzw. Trennungsgespräch der beiden Protagonisten hervorragend unterstreicht: „You were my town, now I’m in exile, seein‘ you out. I think I’ve seen this film before. So I’m leavin‘ out the side door.“

Tame Impala – Lost In Yesterday

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Der Titel von Tame Impalas „Lost In Yesterday“ verrät es schon, Kevin Parker setzt die rosarote Nostalgiebrille auf und befasst sich mit der Vergangenheit, die im Nachhinein immer schöner wirkt: „Now even though that was a time I hated from day one/ Eventually, terrible memories turn into great ones“. Trotzdem wird sich der Musiker klar, dass er mit dieser zurückliegenden Zeit abschließen muss, um weiterzukommen. Musikalisch wartet „Lost In Yesterday“ mit psychedelischen Elementen wie den spacigen Hintergrund-Effekten oder dem verzerrten Gitarren-Solo auf. Trotzdem kamen die Fans dabei nicht umhin, aus den treibenden Drums und Synth-Flächen des neuen Songs eine Ähnlichkeit zu „The Moment“ vom letzten Album festzustellen. Mehr noch als dieser Song klingt „Lost In Yesterday“ trotz der nostalgischen Thematik euphorisch, gespannt auf das, was die Zukunft wohl bringen mag und im Reinen mit der Vergangenheit, die sich so oder so nicht mehr ändern lässt.

Cardi B feat. Megan Thee Stallion – WAP

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Zusammen mit dem texanischen Rap-Phänomen Megan Thee Stallion beteuert Cardi B in „WAP“ ihre sexuellen Vorlieben, ohne auch nur ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Warum auch? Im Gegensatz zu den meisten ihrer männlichen Rap-Kollegen schaffen es beide, erfrischende und teilweise sogar humorvolle Punchlines rund um das Thema der weiblichen Sexualität abzuliefern. Das zugehörige Video ist nicht nur gespickt mit expliziter Freizügigkeit, stattlichen CGI-Effekten und diversen exotischen Tieren, sondern auch mit Cameo-Auftritten von den Sängerinnen Normani und Rosalia, sowie Kylie Jenner. Dass letzterer Auftritt bei der Afro-Amerikanischen Bevölkerung für Kontroversen sorgt, ist kein Wunder. Viel interessanter ist die Kritik von „Tiger King“-Star und vermeintliche Tierschützerin Carol Baskin, die erklärt, dass die Bilder in „WAP“ zum Halten von exotischen Tieren verleite. Wie man unschwer erkennen kann, ist das Video also in sämtlichen Belangen ein Hingucker und der Song vermutlich ein weiterer, scheppernder Hit, der sich perfekt in Cardis bisherige Diskographie einreiht.

Christine and the Queens – People, I’ve been sad

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Christine and the Queens steht für magische Soundkonstrukte, extravagante Bühnenoutfits und das harmonische Einhergehen englischer und französischer Songtexte, wie es sonst kaum ein/e Künstler/in vollbringt. 2019 sorgte sie in Zusammenarbeit mit der progressiven Pop-Sängerin Charli XCX für einen der Ohrwürmer des letzten Jahres, doch das aktuelle, eigene Album ist inzwischen schon wieder fast zwei Jahre alt. Nur sinnvoll also, dass es Anfang dieses Jahres zumindest einen neuen Song der Französin gab. „People I’ve Been Sad“ ist ein Eingeständnis an Traurigkeit und Einsamkeit, musikalisch verpackt in einen Crossover aus französischem Chanson und modernem R&B, der sich unserer Meinung nach einen Platz in der Jahresbestenliste „Die 10 besten Songs international“ verdient hat.

H.E.R. – Damage

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Mit 14 Jahren unterschrieb H.E.R. ihren ersten Plattenvertrag, fünf Jahre später erschien sie mit einem neuen Künstlernamen auf der amerikanischen Bildfläche und erobert seitdem die wilden Gewässer der Musikindustrie im Sturm. Obendrein steht sie für ein neues Star-Frauenbild, das sich nicht damit aufhält, wen sie gerade datet oder was sie trägt. Passend zum basslastigen, langsamen und melancholischen Instrumental des Songs, zeigt sich die 23-Jährige aber in ihrer Single „Damage“ von einer überaus verletzlichen Seite. Die Zeilen „Holdin‘ me tight, lovin‘ me right / givin‘ me life All night, you could be / tellin‘ me lies, makin‘ me cry, wastin‘ my time / The wholе time, so just be Careful what you takе for granted / ‚Cause with me know you could do damage“ sprechen zumindest eine klare Sprachen. Mit ihren atemberaubenden und doch intimen Live-Performances bei Jimmy Kimmel und der von Adele moderierten Saturday Night Live Show, schafft es H.E.R. ihrem neuen Song noch mehr Aufschwung zu geben. Man darf also gespannt sein, ob die junge und überaus talentierte Frau auch 2021 wieder einige Grammy-Nominierungen einheimsen wird.

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.