Die 10 besten Songs 2020 national
Pashanim – Airwaves
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
„Hauseinang“ oder „Shababs botten“ wurden zu Untergrund-Hits, die mittlerweile eigentlich gar nicht mehr so Untergrund sind. Abgesehen von einigen geleakten Songs auf Youtube hat Pashanim seine Fans allerdings nach der Veröffentlichung von „Hauseingang“ Ende 2019 knapp fünf Monate auf neue Musik warten lassen. Im Mai dieses Jahres lieferte er mit „Airwaves“ dann einen erfrischend lockeren Song, der mit seinen Tech-House-Anleihen auch über Kreuzberg-61 hinaus zum absoluten Sommerhit wurde, inklusive Platzierung #2 in den Single-Charts. Thematisch geht’s in „Airwaves“ natürlich um den Hinterhof, die Lieblings-Kaugummis, Saka-Wasser und das Trikot von Zidane. Im dazugehörigen Musikvideo von Felix Aaron hängt Pashanim zusammen mit seiner Playboysmafia und Freunden wie Kasimir1441 oder Diloman im Kreuzberger Block ab – alles unangestrengt durchgestyled irgendwo zwischen Frankreich und 2000er-Optik.
Layla – So Smooth
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Deutsche Songs über das Thema Sex sind oft schwierig zu genießen. Das liegt teilweise daran, dass in der Vergangenheit hauptsächlich Männer (gerne auch sehr plumpe bis höchstgradig sexistische) Songs über den Liebesakt geschrieben haben. Inzwischen kann man aber eine eindeutige Veränderung der Gesellschaft im Umgang mit Sex und Sexpositivität beobachten, FeministInnen sei Dank! Ein aktuelles Beispiel ist das Cincogirl Layla und ihr Song „So Smooth“, in dem sie einen Einblick in ihre sexuellen Fantasien gewährt. Von Plumpheit oder mangelnder Wortästhetik keine Spur. Auf einem Beat von Agajon besingt und berappt die Newcomerin einige ihrer Vorlieben im Bett (oder wahlweise auf der Couch). „D’Angelo aus dem Speaker, ich greif’ nach deiner Hand / Saug an deinem Finger und es schmeckt wie Brown Sugar / Kokosöl auf meiner Haut, du leckst an mir ich schmeck’ wie Bounty / hör’ nie auf, weil ich niemals genug hab’“. Auch wenn wir in Sachen Gleichberechtigung noch einen weiten Weg vor uns haben, ist es doch irgendwie schön zu hören, dass sich scheinbar immer mehr Frauen wohl genug in unserer Gesellschaft fühlen, um ungehindert ihre Sexualität auszuleben.
Provinz – Tanz für mich
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Abseits vom flachen Sound der Charts erlebt der deutsche Gitarren-Pop dank Bands wie Giant Rooks, den Leoniden und Jeremias gerade ein neues Hoch. Ganz vorne mit dabei: Provinz, die sich aus der namensgebenden ländlichen Tristesse auf die Festival-Bühnen des Landes und in die Herzen von Tausenden Fans gespielt haben. Nach einigen Single-Veröffentlichungen und ihrer Debüt EP „Reicht dir das“ wurde es in diesem Jahr dementsprechend Zeit, der Musik-hungrigen Hörerschaft endlich ein komplettes Album zu präsentieren. „Wir bauten uns Amerika“ heißt das gute Stück und ist eine Liebeserklärung an echte Gefühle, an den ganz großen Pop und nicht zuletzt an die Provinz. Auf dieses thematische Grundgerüst stützt sich auch „Tanz für mich“, der Disco-inspirierte Four-To-The-Floor-Track der Band. Auch wenn er sich aufgrund seines treibenden und tanzbaren Rhythmus als leichtlebiger Songs tarnt, wird beim zweiten Hören deutlich: Hinter dem Text verbirgt sich eigentlich eine viel tiefgründigeren Bedeutung. Frontmann Vincent besingt die innere Zerrissenheit zwischen Freiheitsdrang und Heimatliebe, zwischen Herz und Verstand sowie zwischen dem Festhalten und Loslassen. Damit gelingt es ihm, den verflogenen Rausch des ersten Verliebtseins in Worte zu fassen und ein hohes Identifikationspotenzial für seine ZuhörerInnen zu schaffen.
Shirin David – 90-60-111
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Mit „90-60-111“ veröffentlichte Shirin David im April 2020 erstmals nach dem Release ihres Nummer-Eins-Albums „Supersize“ aus dem Jahr 2019 einen neuen Song. Vor allem die Zeile „ich bin nicht so eine, doch genauso eine bin ich“ sorgte schon vor Veröffentlichung der Single für Zustimmung unter ihren weiblichen Fans. Shirin erwies sich damit erneut als eine Künstlerin, die weiß, wie man Feminismus in kräftige Punchlines und aufsehenerregende Videos verwandelt. Denn all diejenigen, die sich im Rahmen von „ICE“ und „Gib ihm“ schon über knappe Outfits echauffiert haben, dürften ähnlich empört auch über das Musikvideo zu „90-60-111“ gewesen sein, denn an die Stelle von Stoff trat hier der Zensurbalken. Leider aber wiederholte sich David nicht nur in feministischen Punchlines, sondern mit „90-60-111“ vordergründig auch in Blackfishing, dessen sie bereits im Kontext des Releases ihres Debütalbum bezichtigt wurde. Trotzdem bleibt festzuhalten: Shirin David ist einer der spannendsten deutschen Pop-Stars, die aus ihren Fehlern lernt (Stichwort: Offline-Nahme ihres Features mit Xavier Naidoo) und eine starke Vorbildfunktion in der männlich dominierten Deutschrap-Szene innehat.
Giant Rooks – What I Know Is All Quicksand
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Seit die Giant Rooks im Jahr 2015 auf der musikalischen Landkarte erschienen sind, haben sie eine beachtliche Reise hingelegt. Das Quintett aus Hamm veröffentlichte mehrere EPs und spielte sich nicht nur hierzulande, sondern international in die Herzen zahlreicher Fans. Ohne Zweifel gehören sie mittlerweile zu den wichtigsten Indie-Bands des Landes, doch was bis dato fehlte, war ein vollwertiges Studioalbum. Zusammen mit der Veröffentlichung ihrer Single „What I Know Is All Quicksand“ kündigten die Giant Rooks dieses erste Album („Rookery“) im Mai 2020 an und releasten zeitgleich ihr persönliches „Bohemian Rapsody“. Queen-Fans und -KennerInnen dürften vermutlich wissen, was es mit diesem Vergleich auf sich hat, denn ebenso wie die britische Band in „Bohemian Rapsody“ zeigen auch die Giant Rooks in den gerade mal fünf Minuten Laufzeit von „What I Know Is All Quicksand“ ihre komplette Sound-Bandbreite und so wird durch laute, explosive Verse, träumerische Refrains und A-Cappella-Chöre jede musikalische Facette der Band in dieser Single hörbar.
Zoe Wees – Control
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Von 0 auf 100 – mit ihrem Hit „Control“ hat die 18-jährige Hamburgerin Zoe Wees nahezu über Nacht den Sprung zum weltweiten Shootingstar geschafft. Im März 2020 erschien ihre Power-Pop-Single und katapultierte die junge Singer-/Songwriterin direkt in sämtliche Radio-Playlisten des Landes. Und nicht nur national wurde der Song ein voller Erfolg: Auch internationale KünstlerInnen wie Jessie J, Ed Sheeran und Lewis Capaldi outeten sich als Fans der Nachwuchsmusikerin. Diesen Erfolg hat die 18-Jährige ihrer Single „Control“ und indirekt auch ihrer ehemaligen Grundschullehrerin zu verdanken, denn die Hit-Single entsteht, weil Zoe einer Lehrerin für die Zuneigung und die Hilfe während einer komplizierten Zeit in ihrem Leben danken will: „Ich hatte früher Rolando-Epilepsie. Das ist eine Form von Epilepsie, die im Kindesalter kommt und mit der Pubertät meistens verschwindet. (…) Ich hatte in der Zeit eine Lehrerin, die mir da so durchgeholfen hat und selber mega viel Ahnung davon hatte.“, erzählte die Durchstraterin, als wir sie in diesem Jahr zum trafen.
Ansu – In meiner Gegend
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Ansu aus dem Hamburger Stadtteil St. Georg verkörpert eine neue Generation von Straßenrap, die sich statt mit Statussymbolen vermehrt mit sozialen Problemen in ihrem Umfeld auseinandersetzt. Seit 2018 macht er mit Single-Veröffentlichungen auf sich aufmerksam und landete mit „In meiner Gegend“ Anfang des Jahres einen waschechten Untergrund-Hit. In seinem Song schildert Ansu, welche Welten in seinem Stadtteil St. Georg aufeinandertreffen: Drogen und Prostitution stehen Anzugträgern und Business gegenüber. „In meiner Gegend siehst du Junkies, die sich Spritzen geben. Hundert Meter weiter siehst du Geschäftsmänner, die über Businessplan reden.“ Im Mai folgte dann sein Debüt-Tape „Assoziativ“, auf dem er schonungslos und gleichzeitig technisch versiert über seine Zukunftsvisionen und Lebensumstände rappt. Mit Zeilen wie „schon wieder Kontrolle durch die Polizei. Na klar hab ich nichts dabei. Verhalte mich nicht mal ein bisschen verdächtig, egal, die Hautfarbe reicht“, thematisiert er Racial Profiling durch die Polizei und macht deutlich, was Schwarze Menschen in Deutschland täglich erfahren.
Loredana x Juju – Kein Wort
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Anfang Januar 2020 erschien die gemeinsame Single der Rapperinnen Loredana und Juju. „Kein Wort“ ist ein Trennungssong, der gleichzeitig Frust, Resignation und Stärke ausstrahlt. Die beiden machen in jedem Fall klar, dass sie die Oberhand haben. In Loredanas Part gibt es außerdem einen kleines Zitat aus Jujus Hit des letzten Jahres „Vermissen“, allerdings mit einem nicht unbedeutenden Twist und so wird aus „Wie kann man jemand so krass vermissen, Wie ich dich in diesem scheiß Augenblick?“ kurzerhand „Wie kann man jemand so krass hassen wie ich dich?“ Das Musikvideo zu dieser Deutschrap-Kollabo hatte übrigens derart großes Meme-Potenzial, dass Loredanas Dance-Move mittlerweile zu einem ihrer Markenzeichen geworden ist.
Jeremias – Schon Okay
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Schon 2019 haben wir uns ziemlich in die Jungs von Jeremias und ihren Disco-Throwback-Pop verliebt. Mit ihrer ersten EP „Du musst an den Frühling glauben“ skizzierten die Newcomer rund um ihren namensgebenden Frontmann den grenzenlosen Horizont, den man nur an der Schwelle zwischen Jugend und Erwachsenendasein kennt, untermalt von satten Bass-Lines und tanzbaren Rhythmen. Mit diesen Ohrwurm-Zutaten ging es auch 2020 weiter: Die Band veröffentlichten mit „schon okay“ ihre erste Single im neuen Jahrzehnt, in der Sänger Jeremias mit Synthesizern und verspielten Gitarren im Rücken deutlich machte: Für seine Angebetete würde er alles machen, sie bringt ihn zum Durchdrehen – aber das ist „schon skay“ so.
Leoniden – L.O.V.E.
Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.
Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Nach zahlreichen Quarantäne-Medleys und traurigen Tourabsagen zu Beginn des Jahres tauchte im Juni 2020 im Instagram Feed der Leoniden wieder Hoffnung auf, als zwei gescribbelte Herzen das Quadrat füllten und von Streichermusik zum Tänzeln angeregt wurden. Wenige Tage später machten die Jungs dann reinen Tisch: Die Leoniden sind zurück! Insbesondere soundtechnisch stach die neue Single „L.O.V.E“, die in gemeinsamer Zusammenarbeit mit Produzent Markus Ganter (Casper, AnnenMayKantereit, Drangsal) entstand, heraus. So verbindet der Track Streicherelemente mit dem gewohnt krachenden Rock-Sound und einem Chor, der auch schon in „Kids“ für unvergessliche Festivalmomente sorgte. Trotz ihrer Weiterentwicklung haben die Leoniden in „L.O.V.E.“ aber nicht im Geringsten an Jugendlichkeit verloren, denn besonders textlich versetzt uns Sänger Jakob zurück in unser 15-jähriges Ich, als wir vor unserem Schwarm standen und kein Wort herausbekamen. Da bleibt einem manchmal einfach nichts anderes übrig, als die Liebesbotschaft zu buchstabieren und vor lauter Schmetterlingen im Bauch das ganze Set vom Videodreh mit Herzen zu verzieren. Glaubt uns, wir würden dasselbe machen.
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.