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Die 10 spannendsten Newcomer für 2019

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Nachdem wir Ende 2018 bereits die gekürt haben, wollen wir natürlich auch ein Auge auf die spannendste neue Musik für 2019 werfen. In dieser Liste stellen wir zehn Künstlerinnen und Künstler vor, die unserer Meinung nach – egal ob in großem oder kleinen Rahmen – das Rampenlicht verdient haben. Mit Mia Morgan oder Lueam sind zwei Indie-Pop-Anwärter dabei, die gerade einmal ein paar wenige Songs in Demo-Format veröffentlicht haben. Gianni Mae, Lent oder BHZ beweisen, dass man 2019 nicht im HipHop-Einheitsbrei mitschwimmen muss und bei der Bochumer Neo-RnB-Sängerin Amilli stehen die Zeichen schon seit Längerem auf Hype.

Amilli

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Amilli scheint mit ihren 18 Jahren schon reflektierter und erwachsener zu sein, als der Großteil der hiesigen Musikszene. In ihrem Neo-R&B/Soul-Song belächtelte sie 2018 die allgegenwärtige die Obsession von Luxusgütern. Mit gängigen Slangs spielt sie genauso spielend leicht, wie mit poppigen Melodien in ihrere aktuellsten Single „Maybe“. Amilli ist ein weiterer Beweis dafür, dass englischsprachige Musik aus Deutschland mehr als ernst zunehmen ist. Sie würzt den musikalischen Soul-Zeitgeist mit ihrer eigenen lässigen Attitüde und genau diese Mischung macht sie zu einem der spannendsten neuen KünstlerInnen der nächsten Jahre. Wer noch mehr Argumente braucht: Anfang Dezember 2018 hat Amilli die erstmals verliehene 1Live Förder-Krone gewonnen.

BHZ

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Wie man die Jungs von BHZ treffend beschreiben soll ist schwierig. Monk, Dead Dawg, Ion Miles, Big Pat und Longus Mongus vereinen verschiedenste Soundästhetiken, ohne auch nur eine Sekunde gekünstelt oder gezwungen zu wirken. Der gemeinsame Nenner ist ihre Freundschaft, die Schöneberger Straßen und die echte Liebe zur Kultur. BHZ sind seit dem spektakulären Auftritt im Herbst 2018 im ausverkauften Festsaal Kreuzberg eigentlich schon fast zu groß für die typischen Newcomer-Schuhe, doch für 2019 sind schon einige Soloprojekte angekündigt und spätestens dann wird sich zeigen, wie sich die jungen Künstler alleine schlagen werden.

Alli Neumann

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Mit ihrer „Hohes Fieber“ EP hat Alli Neumann 2018 das erste Omen für einen ungemütlichen Sturm geliefert, auf das sich das träge Pop-Deutschland gefasst machen kann. Die gebürtige Flensburgerin bietet einen frischen und dynamischen Gegenentwurf zum hiesigen Gefälligkeitspop, durch den sich besonders Frauen in der Industrie gezwungen sehen, sich immer wieder zu verbiegen und verändern. Alli zeigt, dass man auch mit (oder vielleicht sogar gerade wegen) den eigenen Ecken und Kanten für musikalische Furore sorgen kann. „Ich hab keinen Bock, eine weitere glattgebügelte, angepasste Frau in unserer Musikindustrie zu sein. Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Krawall.“

Mia Morgan

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Mit der Demo zu ihrem Song „Waveboy“ sorgte Mia Morgan im letzten Jahr vermutlich für so viele Ohrwürmer, wie der Song Klickzahlen hat. Der eingängige Refrain, das ausgezeichnete Songwriting und die ungezwungene DIY-Attitude lassen auf eine Künstlerin mit viel Potential schließen, die gerade erst anfängt, ihre musikalische Vision umzusetzen. Der Hype um „Waveboy“ ging so weit, dass die Newcomerin im Dezember von Casper nach Bielefeld eingeladen wurde, um auf dessen „Zurück zu Hause“ Festival zu spielen. Wir können uns sicher sein, dass wir dieses Jahr noch einiges von Mia Morgan hören werden.

Culk

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Die Band Culk gehört zu den derzeitigen Darlings der Wiener Musikszene, was vor allem an den breiten Gitarrenwänden und rollende Drums, denen man deutlich den Einfluss des Psychedelic Rock der 60er Jahre anhört, sowie der ambivalenten Stimme von Sängerin Sophie Löw liegen dürfte. Mal wirkt sie nahbar und sanft, bis sie plötzlich klagend und distanziert klingt. Dieses Schauspiel bewiesen Culk bereits in ihren zwei Singles „Faust“ und „Begierde/Scham“ und am 1. Februar dürfte das weitergehen, denn dann wird das selbstbetitelte Debütalbum der vier Anfang-20-jährigen bei Siluh Records erscheinen.

Sam Fender

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Sam Fender ist ein aufstrebender Singer-Songwriter aus England, der seine ernsten Themen in ein zeitloses Sound-Gerüst packt. Er beschäftigt sich mit dem, was seine Generation beschäftigt und ist sich für kein kritisches Statement zu schade. „Dead Boys“ behandelt die Ursachen für männlichen Suizid im Vereinigten Königreich, „Poundshop Kardashians“ prangert den allgegenwärtigen Hang zur Promi-Glorifizierung an. Dennoch ist von der typischen „Erhobene Zeigefinger“-Haltung keine Spur, denn Sam Fender geht unglaublich reflektiert und selbstkritisch mit den Inhalten seiner Songs um. Vermutlich macht ihn genau diese Kombination zu einem der spannendsten Newcomer weltweit.

Ilira

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Schon in frühester Jugend hat sich die kosovo-albanische Schweizerin Ilira in den Kopf gesetzt eine gigantische Pop-Diva zu werden. Seitdem hat sie scheinbar einfach nicht locker gelassen. Nach einigen Auftritten in diversen TV-Programmen, zahlreichen Instagram-Gesangsvideos und Jahren der Geduld wird sie von Prinz Pi nach Deutschland verfrachtet. Fast Forward to 2018: Der Labeldeal, die großen Festivals, die noch größeren Klickzahlen und Studiozeit in London und Los Angeles sind das Ergebnis von beinharter Knochenarbeit. Trotzdem sieht man der stets stilbewussten Illira kein bisschen Anstrengung an, sondern erkennt immer noch ihren sprichwörtlichen Hunger auf endgültiges Pop-Stardom.

Gianni Mae

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Gianni Mae könnte der nächste englischsprachige Rap-Exportschlager aus Deutschland werden. Die charismatische Rapperin hat ihre niederländisch-karibische Heimatinsel Curaçao mit 18 Jahren verlassen, um sich in Europa als Musikerin einen Namen zu machen. Ein sehr gewagter und riskanter Schritt, der sich allerdings schon bald lohnen könnte. Gianni Mae scheint mit allen nötigen Wassern gewaschen zu sein, um in der Musikindustrie erfolgreich Fuß fassen zu können. Zunächst einmal wären da ihre prägnante Stimme und ihr feiner, karibisch angehauchter Akzent, der einen vielleicht sogar an US-Ikone Cardi B erinnern könnte. Beide Elemente helfen Mae dabei, ihre Empowerment-Lyrics kraftvoll und pointiert auf den Beat zu schmettern.

Lent

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In den letzten Jahren hat sich Rap aus Österreich immer wieder gegen die Tsunami-Welle aus Deutschland durchsetzen können. Lent steht schon in den Startlöchern, um dieses Jahr Straßenrap nach allen Regeln der Flow-Kunst mit seinen eingängigen Melodien zu demontieren und neu zusammenzuschrauben. Die abwechslungsreichen Beats seines Bruders Damian Beats geben ihm die nötige Sound-Umgebung, um sich ordentlich auszuprobieren und den eigenen Style zu perfektionieren. Zwei Fans von Lent sind dabei nicht zu vernachlässigen: Das aktuell erfolgreichste Rap-Duo, Raf Camora und Bonez MC, hat seine Banger schon im eigenen Maserati gepumpt.

Lueam

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Von dem Sänger Lueam sind gerade einmal zwei Songs veröffentlicht und diese auch noch in Demo-Versionen. Wer in den letzten Wochen und Monaten allerdings aufmerksam war, konnte seine spannende Mischung aus deutschsprachigem Indie-Pop, Neo-Soul und 80s-Gitarren-Punk zum Beispiel im Vorprogramm der Leoniden live erleben. Lueam selbst bezeichnet seine Texte als nachdenklich und düster. Das könnte ein Ergebnis seiner schwierigen Zeit in Los Angeles sein – nach der Auflösung seiner vorherigen Band verschlug es den Sänger nach Kalifornien. Lueam scheint sich nun gefunden zu haben und beweist im Zeitalter der austauschbaren Berieselungstexte fast schon notwendigerweise Haltung.

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