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Die Hölle ist hier, die Hölle in mir“: Die Orsons geben mit Schneeweiß“ einen Einblick in ihre düstere Seite

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Tagged: Die OrsonsKaas

Mit „Grille“ und „Dear Mozart“ lieferten die Orsons in den vergangenen Wochen zwei Songs, die vermutlich in nächster Zeit auf jeder WG-Party laufen werden. Mit dem ersten Vorboten zelebrierten sie die Microparty, die stattfindet, wenn man eben nicht so viel Zeit aber dafür umso mehr Lust zum Feiern hat. Daraufhin überzeugte das Quartett bei „Dear Mozart“ mit Auto-Tune und zeigte sich dennoch kritisch dem Rap-Zeitgeist gegenüber. Nun präsentieren sie mit „Schneeweiß“ den nächsten Vorgeschmack auf ihr fünftes Album „Orsons Island“, welches am 2. August erscheinen wird. Mit dem neuen Song gibt Kaas einen Einblick in seine düstere Seite. Er beschreibt die pure Verzweiflung, die vermutlich jeder Künstler kennt: Man hat seinen Traum erfüllt, das Größte was man sich vorstellen konnte, ist erreicht und man ist am Höhepunkt der Karriere angelangt – was soll denn jetzt noch kommen? Eigentlich kann man ja nur noch tief fallen.

„Schneeweiß“ beginnt mit einem leichten Räuspern, kurz danach steigt Kaas mit hoher, klarer Stimme ein: „Von hier aus geht es nur Bergab“ und stellt mit diesen Worten direkt klar, dass dieser Song anders als die Vorgänger ist. Es wird düsterer und melancholischer – „denn die Hölle ist hier, die Hölle in mir“. Was hierbei nicht unerwähnt bleiben darf: Die Orsons veröffentlichten nach „Dear Mozart“ die Tracklist von „Orsons Island“, bei der zu sehen ist, dass das Album in insgesamt vier Kapitel aufgeteilt ist. „Schneeweiß“ bildet den Abschluss des zweiten Kapitels, wobei „Grille“ und „Dear Mozart“ beide in Kapitel eins stattfinden.

Die Orsons – Schneeweiß

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Auf rhythmischen, harten Beats beschreibt Kaas den wohl einprägendsten Moment in der Karriere von Falco. Sein Hit „Rock Me Amadeus“ erreicht als einzig deutschsprachiger Song die Spitze der US-Charts und somit hatte der österreichische Musiker wohl alles erreicht – was soll denn jetzt noch kommen? Ab jetzt kann es eigentlich nur noch bergab gehen. Im dazugehörigen Video sitzt Kaas in der rosa Sporthalle, welche bereits die Kulisse für das „Grille“-Video war, putzt ein Skelett und singt die Zeilen von „Schneeweiß“. Dabei trägt der Musiker eine mexikanische Maske, welche üblicherweise in Lateinamerika beim Totenfest „Día de los Muertos“ getragen wird. Als der Musiker zum ersten Mal für den Refrain des Songs aufsteht, wird plötzlich alles dunkel und seine Augen verwandeln sich in pinke Leuchtstrahlen. Aus der der bunten Kulisse wird eine Art Totenreich mit schaurigen Kreaturen und leuchtenden Augen, die man sonst nur aus Horrorfilmen kennt. Die visuellen Aufnahmen zu „Schneeweiß“ sind an die Installation „Cleaning the mirror I“ von der serbischen Künstlerin Marina Abramović angelehnt, bei der sie verschiedene Teile eines Skeletts bürstet. Für Abramović stellt das Skelett metaphorisch ‚….den letzten Spiegel dar, dem wir alle gegenüberstehen werden“, so sind Tod und Zeitlichkeit die Hauptthemen von dieser Arbeit. Mit „Schneeweiß“ behandeln die Orsons das Sterben der Karriere eines Künstlers, wenn bei ihm die Freude über den größten Höhepunkt abflacht und er realisiert, dass es nun nichts mehr zu erreichen gibt. Dabei überzeugen sie sowohl musikalisch als auch textlich und geben eine neue, düstere Facette von sich preis.

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Die Orsons auf Tour – präsentiert von DIFFUS

10.10.19 München – Muffathalle 12.10.19 Wiesbaden – Schlachthof 13.10.19 Heidelberg – halle02 14.10.19 Köln – Victoria 16.10.19 Bremen – Modernes 17.10.19 Münster – Skaters Palace 18.10.19 Hannover – Capitol 19.10.19 Hamburg – Große Freiheit 36 20.10.19 Berlin – Huxleys 22.10.19 Dresden – Tante Ju 23.10.19 Leipzig – Felsenkeller 24.10.19 Nürnberg – Hirsch 26.10.19 Stuttgart – Porsche Arena 31.10.19 Wien (A) – Grelle Forelle 01.11.19 Dornbirn (A) – Conrad Sohm 02.11.19 Luzern (CH) – Schüür 03.11.19 Zürich (CH) – Exil

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