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Zehn wichtige Protestsongs der letzten Jahre

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M.I.A. – Borders

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Das Konzept des Songs ist ziemlich simpel: Man nehme ein sich aufdrängendes, politisches Problem (zum damaligen Zeitpunkt die enorme europäische Zuwanderung 2015), einen gesellschaftlichen Misstand, dazu ein paar Newsmeldungen, sowie popkulturelle Referenzen und schickt ein catchy „what’s up with that?“ hinterher – schon hat man einen Song mit großem Konfliktpotential. Die britische Musikerin M.I.A. verhandelt seit ihrem Durchbruch im Jahr 2008 mit dem Song „Paperplanes“ politische Themen in ihrer innovativen Popmusik. 2013 erschuf sie dann mit „Bad Girls“ eine diverse Hymne für Frauen*. „Borders“ widmete die Musikerin ihrem Onkel, der M.I.A. und ihrer Familie geholfen hatte von Sri Lanka nach England zu migrieren. Die Flucht/Grenz-Thematik hat M.I.A. in dem Musikvideo in deutlichen, aber ästhethisch arrangierten Bildern dargestellt.

Kraftklub – Schüsse in die Luft

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Auch Kraftklub nehmen auf besagte Zuwanderung in ihrem Song „Schüsse in die Luft“ Bezug. Sicherlich nicht in derselben Ausdrücklichkeit wie vorangegangene Künstlerin, dennoch knöpfen sich einzelne Textzeilen eben jenes Problem vor. Im Narrativ beschreiben Kraftklub wie ein gesellschaftlicher Großteil selbstgefällig schlechte Shows im Fernsehen anschaut, um sich selbst ein bisschen besser zu fühlen und wenn das nicht klappt, „dann sei doch einfach stolz auf dein Land“. Ihre politische Haltung haben die Jungs aus Chemnitz schon früh klar gemacht, allen voran Frontmann Felix, der in diesem Jahr als Kummer mit ‚9010‘ auf politischer Ebene noch deutlicher wurde.

KAVFKA – Hallo Welt

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Dass das Debütalbum der vier Jungs aus Berlin-Lichtenberg ein Cover des berühmten „Rauch-Haus-Song“ von Ton Steine Scherben ziert, ist kein Zufall. 2016 veröffentlichten Kafvka das durchweg politische Album „Hände Hoch!“, das deutliche Inhalte, Rap und Alternative kreuzt. Mit „Hallo Welt“ legte die Crossover-Band einen poppig angehauchten Rocksong vor, der so schnell und bissig um die Rettung der Welt kämpft, dass es so gut wie unmöglich ist, bei diesem Lied nicht laut zu werden und seinen Unmut auf die Straße zu tragen.

Kendrick Lamar – Alright

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Optimistisch scheint der amerikanische Rapper Kendrick Lamar in die Zukunft zu schauen. Der Grammy-prämierte Song „Alright“ entstand gemeinsam mit Pharrell Williams und wurde infolge seiner Veröffentlichung zum Soundtrack der Black Lives Matter Proteste in Amerika. Trotz der musikalischen Leichtigkeit, tut „Alright“ vor allem eines: Sozialen und strukturellen Rassismus benennen, der im Video in erster Linie durch rassistisch motivierte Polizeikontrollen abgebildet wird. Außerdem werden Referenzen zur Pulitzer-Preisträgerin Alice Walker deutlich, wenn Kendrick gleich zu Beginn des Tracks „Alls my life, I has to fight“zitiert. Letztere hat mit ihrem Roman „Die Farbe Lila“ maßgeblich zur afroamerikanischen und WeltLiteratur beigetragen.

Ibeyi – No Man is big enough for my Arms

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Das Duo Ibeyi der französischen Zwillingsschwestern hat 2017 mit ihrem zweiten Album „Ash“ eine Platte veröffentlicht, die deutliche und scharfe Statements in mutigen R’n’B verwandelt. Während sich das Debüt vorallem mit der eigenen Familiengeschichte auseinandersetzte, nehmen sich die zwei Schwestern im Nachfolger schlichtweg die Ungerechtigkeit der Welt zur Brust. In „No Man is Big enough for my arms“ wird eine Rede von Michelle Obama gesampelt und die Aussage „The matter of any society is how it treats its women and girls.“ertönt in Dauerschleife. Genauso wie die damalige Rede, ist auch der Song als klare Ansage gegen den offenen Sexismus des Amerikanischen Präsidenten gemeint. Die Redundanz der Aussagen brennen sich wie ein Mantra in den Kopf. „No Man!“

Dream Wife – Somebody

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Gleich mehrere feministische Hymnen kamen auch von der europäischen Band Dream Wife. Die drei Mitglieder fanden 2016 in London an der Kunstschule zunächst als Projekt zueinander und haben ihre Arbeit glücklicherweise nach dem Semesterende in die Welt hinausgetragen. Rakel Mjöll, Alice Go und Bella Podpadec nehmen in ihren kritischen Songs auch musikalischen Bezug auf die Punkgeschichte der Riot-Grrrl-Bewegung, zu der Bikini-Kill oder Sleater-Kenney zählen. Die Message des Parade-Songs „Somebody“ ist so klar und simpel und noch immer keine Selbstverständlichkeit: „I am not my body, I am somebody.“tönt es und dabei ist eigentlich der Bandname selbst schon Statement genug, gegen das idealisierte Bild der Frau.

Fatoni, Dexter – 32 Grad

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Sommer, Sonne, Zeit für Urlaub. Blöd nur, dass das einstige Ferien-Domizil gerade nicht mit seinen Sandstränden Schlagzeilen macht, sondern vielmehr mit den Rettungsschiffen und Schlauchbooten samt Flüchtenden, die dort stranden. Das ungefähr dürfte die inhaltliche Kurzfassung sein, die hinter Fatonis und Dexters „32 Grad“ steckt. Im Video folgen auf Urlaubs-Sequenzen solche, die Flüchtlingslager zeigen, Reisezeil ist stets Lampedusa. An der Lage hat sich seit dem Song aus 2015 wenig verändert. Die Insel im Mittelmeer ist eine der letzten Anlaufstellen für freiwillige Rettungsschiffe, die meist tage-, wenn nicht sogar wochenlang auf Anlegegenehmigung warten müssen. Wie absurd und dennoch einfach es ist, nach wie vor an jenen Küsten Urlaub zu machen, demonstrieren Fatoni und Dexter mit ihrem Song.

Sookee feat. Mal Élevé & Ben Dana – Links Außen

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Für „Links aussen“ hat die meinungsstarke Sookee, die für ihre aktivistischen Songs gegen Sexismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus bekannt ist, mit Mal Élevé und Ben Dana zusammen gearbeitet. Wie Sookee selbst, sind auch ihre Gäste für klare Haltung, sonst mit ihrer Band Irie Révoltés, bekannt. Dabei kommen der Flow und die schnellen, schlauen Argumente der Rapperin mit dem entspannt, französischsprachigen Reggae-Dancehall zusammen. Das Engagement der KünstlerInnen geht über aber über den bloßen Song hinaus und so wurde eben jener schon auf zahlreichen Demos live aufgeführt.

K.I.Z. ft. Henning May – Hurra die Welt geht unter

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Die wunderschöne Utopie, die uns K.I.Z gemeinsam mit der unverkennbaren Stimme von Henning May 2015 beschert haben, ist der perfekte Demo-Begleierter. Zwischen Postapokalypse und Anarchie, wird eine neue Gesellschaft voller Ideale und Liebe beschrieben. Das Stadtbild ist der unbändigen Natur gewichen und die Menschen leben im harmonischen Einklang miteinander. Zu den weichen Rhythmen breiten die drei Berliner ihre Zukunftsversionen aus und Henning May komplettiert den Song schließlich mit der paradiesischen Hook.

The 1975 ft. Greta Thunberg – The 1975

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Für das Intro des kommenden Albums holt die britische Band The 1975 niemand geringeren als die Umweltaktivistin Greta Thunberg selbst vor das Mikrofon. Nachdem das letzte Album 2018 bereits mit politischen Statements gespickt war und die Band unentwegt die Fridays for Future Demos auf den einzelnen Twitter-Accounts kommentierte, haben The 1975 mit diesem Song das wohl deutlichste Zeichen gesetzt. Was vorher in Andeutungen lyrisch verpackt war, haben sie in dieser Kooperation ganz klar gemacht. Die Rede der jungen Aktivistin beim UN-Umweltgipfel wurde mittlerweile auch schon von Fatboy Slim als Sample auf Konzerten eingespielt.

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