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Diese fünf Songs sind 2020 für einen Oscar nominiert

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Die Kategorie „Bester Song“ hat in den letzten Jahren mehr und mehr Relevanz entwickelt und wurde auch in der Öffentlichkeit immer stärker diskutiert. Das hängt zum einen damit zusammen, dass im frühen, glanzvollen Hollywood der Score, also die gesammte komponierte Filmmusik, einen viel größeren Stellenwert hatte und die Kategorie erst bei der sechsten Verleihung eingeführt wurde. Was in den Anfängen noch eine jazzige Swing-Einlage bedeutete, die mit ikonischen Tanzszenen à la Fred Astaire inszeniert wurden, treffen sich heute unter den Auserkorenen nicht selten auch poppige, massenkompatible Charthits oder große Arien, die nicht nur für ein Filmpublikum attracktiv sind. Zwischen „Skyfall“, „Jai Ho“, oder „Loose yourself“ mischt sich aber auch heute noch der ein oder andere Musical-Song, wie im letzten Jahr „City of Stars“. In diesem Jahr haben sich unter den Nominierten fünf KünstlerInnen und Filmteams zusammengefunden, die unter Filmfans bereits bekannt sein dürften und der Veranstaltung schon als Nominierte beiwohnten oder sogar als Gewinner den Saal verlassen durften. Zusammengekommen ist eine wilde Mischung aus fröhlichen, andächtigen und dramatischen Songs, die auch während der Verleihung in ihrer Live-Version für ausgezeichnete Unterhaltung und ergreifende Momente sorgen dürften.

Randy Newman – I can’t let you throw yourself away

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Zum vierten Mal begibt sich Randy Newman auf musikalische Reise mit den sprechenden Spielzeugen. Newman stammt aus einer Dynastie Filmmusik-Komponisten, daher dürfte ihm sein Talent in die Wiege gelegt worden sein. Er selbst kann eine lange Liste an Musik aufweisen, die nicht selten ausgezeichnet wurde. Randy vertonte nicht nur die anderen Teile der Toystory-Reihe, sondern scheint insgesamt einen Narren an animierten Abenteuern gefressen zu haben, denn er steht ebenso hinter den Songs der „Cars“-Reihe, der „Monster AG“ oder „Küss den Frosch“. Doch Randy Newman kann nicht nur kinderfreundliche Popsongs, sondern komponiert ebenfalls instrumentale Filmmusik und ist in diesem Jahr auch für die Kompositionen für das Drama „Marriage Story“ nominiert. „I Can’t let you throw yourself away“ ist ein fröhlicher Song, der voller Inbrunst gesungen wird und von gospelähnlichen Chormomenten begleitet wird. Die titelgebende Zeile des Refrains ist dabei weniger eine Metapher, denn in „Toystory 4“ bekommt die Gang von Cowboy Woody Zuwachs von einem Spielzeug, das aus Abfall zusammenbastelt wurde und sich immer wieder selbst entsorgen möchte.

Elton John, Taron Egerton – I’m gonna love me again

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Ebenso fröhlich geht es weiter mit Elton Johns „I’m gonna love me again“. Auch diese Pop-Ikone wurde schon mit dem kleinen, goldenen Mann ausgezeichnet und hat sich in der Vergangenheit mit seinen Songs für den „König der Löwen“ nicht nur in Kinderherzen gespielt. Dieses Mal handelt es sich allerdings um einen Film, der das Leben des schrillen Musikers selbst biografisch darstellt. Natürlich gibt sich Elton John zu diesem anlass höchst persönlich die Ehre den Titelsong beizusteuern, der alles hat, was man eben von einer Pop-Hymne des „Rocketman“ erwartet: Bunte Farben, eine große Hook, viele Instrumente, ein in der Musik implizierter Hüftschwung, nur einen Moment am funkelnden Flügel vermisst man in dem Song. Wer genau hinhört, dem sollte auffallen, dass in dem Song auch eine zweite Stimme auftaucht, nämlich die des Elton-John-Darstellers Taron Egerton, der im Film den Song allein singt. Die Musikvideo-Version ist allerdings ein Duett zwischen Darsteller Elton John und Elton John.

Chrissy Metz – I’m standing with you

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Über die sechs Nominierungen, die Leonardo DiCaprio brauchte, um seinen Oscar zu gewinnen, kann diese Komponistin wohl nur müde lächeln. Ganze zehn Mal war Diane Warren mit ihren Songs schon in eben dieser Kategorie unter den Auserwählten und ging bisher doch immer leer aus. „I’m standing with you“ ist ein hochemotionaler Song, der Teil des Dramas “Breakthrough” darstellt. Der Film begleitet eine Mutter, dessen Sohn ins Eis einbrach und anschließend für tot erklärt wurde. Auf wundersame Weise kommt es jedoch zu neuen Herzschlägen und es bildet sich eine ganze Bewegung, die für jede weitere, lebendige Sekunde des Jungens betet. Gesungen wird die opulente Ballade von Haupdarstellerin Chrissy Metz, die bisher eher aus Serien, wie „American Horror Story“ bekannt ist.

Idina Menzel, Aurora – Into the unknown

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Ihr erinnert euch sicherlich an „Let it go“, den Über-Hit aus Frozen, der schon 2014 bei den Oscars für stehende Ovationen sorgte. Für den zweiten Teil der märchenhaften Geschichte von Elsa und Anna wurde von dem etablierten Team aus Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez ein neuer, starker Titelsong geschrieben. „Into the Unknown“ wird diesmal nicht nur von Idina Menzel gesungen, sondern beinhaltet auch ein Feature von Aurora und taucht in einer zweiten Version von Panic! at the Disco im Abspann des Films erneut auf. In einem Interview verrät die norwegische Sängerin Aurora, dass sie das Heulen des Windes in dem Song imitiert und Elsa als eine Art Naturgeist vor die Tür lockt. Elsa taucht daraufhin in ihre Zauberwelt ab, beginnt einen Dialog mit dem Geist und es entsteht ein magisches Duet. Wie auch schon in „Let it go“ zeigt Idina in dem Song ihre gesamte, stimmliche Bandbreite. Vom leisen Flüstern bis hin zu großen Tonsprüngen, Keynotes, Vibrato und kraftvollen Melodien entwickelt sich „Into the Unknown“ zu einem neuen, schier unsingbaren Song, der mit großer Sicherheit auch in diesem Jahr wieder von etlichen Kinderstimmen nachgesungen werden wird.

Cynthia Erivo – Stand up

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Cynthia Erivo komplettiert mit dem Titel „Stand Up“ die Kategorie der Oscar-Anwärter. Gemeinsam mit Joshuah Brian Campbell steht sie hinter dem ergreifenden Song, der den Film „Herriet“ begleitet. Das Team ist das einzige unter den Kanidaten, das bislang noch keine Erfahrung mit dem renommierten Preis hat, aber den anderen musikalischen Vertretern in Nichts nachsteht. Darüber hinaus ist die Interpretin, Komponistin und Schauspielerin Cynthia Erivo auch als beste Hauptdarstellerin für ihr Spiel in „Harriet“ im Rennen. Der Film erzählt die biografische Geschichte der afroamerikanischen Fluchthelferin Harriet Tubman, die der Sklaverei selbst entkam. Der Song „Stand up“ ist dementsprechend stark und ausdrucksvoll und lebt von der intensiven Performance der Darstellerin, die auch schon für die Broadway-Adaption des afroamerikanischen Dramas „Die Farbe Lila“ auf der Bühne stand und mit einem Tony, einem Emmy und einem Grammy ausgezeichnet wurde.

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