Diese Songs laufen bei Barack Obama im Sommer 2022 – mit Harry Styles, Lil Yachty & Wet Leg
Inmitten des Trump-Wahnsinns der letzten Jahre haben sich viele Amerikaner:innen und sogar Menschen hierzulande Barack Obama zurück gewünscht. Dabei wird oft unterschlagen, dass es auch in seiner Amtszeit unschöne Geschehnisse gab, brutale Drohneneinsätze, denen auch Zivilisten zum Opfer fielen. Aber egal wie man zu Obama und seinem Wirken als Politiker steht, muss man neidlos anerkennen: Er war und bleibt der Präsident mit dem coolsten Musikgeschmack. Das manifestiert sich jedes Jahr aufs Neue, wenn Obama seine Sommer-Playlist mit der Welt teilt und dabei stets für eine Überraschung gut ist.
„Jedes Jahr freue ich mich darauf, meine Sommer-Playlist zu teilen, weil ich durch eure Antworten so viele neue Künstler:innen kennenlerne – es ist ein Beispiel dafür, wie Musik uns alle verbinden kann“, schreibt Barack Obama auf Instagram unter dem Post mit seiner Rotation für die heißen Tage. Innerhalb von wenigen Stunden hat der Beitrag schon eine halbe Million Likes gesammelt und beweist: Der Ex-Präsident und sein Team wissen bestens, wie man im Jahr 2022 mit Social Media umzugehen hat.
Beliebte Tradition
Die jährliche Sommer-Playlist ist dabei längst Tradition und macht diesen Typen, der vor wenigen Jahren noch der vielleicht mächtigste Mann der Welt war, irgendwie nahbar. Denn egal ob die einzelnen Songs nun wirklich von Obama selbst kommen oder da ein paar ausgecheckte Musikredakteur:innen die Finger im Spiel haben: Die Auswahl wirkt stets authentisch, realistisch und doch immer wieder gespickt mit ein paar kuriosen Picks, die für Gesprächsstoff sorgen.
Alte Bekannte und aufregende Newcomer:innen
So sind auch dieses Jahr ein paar wiederkehrende Kandidat:innen dabei, wie die jamaikanische Musikerin Koffee, Rihanna und Drake, Jazz-Ikone Miles Davis und „The Boss“ Bruce Springsteen, mit dem Obama zwischenzeitlich sogar den Spotify-Podcast „Renegades: Born In The USA“ moderierte. Auch das neue Kendrick-Album läuft natürlich bei Obama, wobei es ihm wohl besonders der Song „Die Hard“ angetan hat. Der Ex-Präsident liebt die Jazz- und Soul-Legenden der Vergangenheit, dieses Jahr sind Klassiker wie „Take Five“ von Dave Brubeck dabei oder auch „Save Me“ von Aretha Franklin. Burna Boy und Tems sorgen für sommerliche Afrobeats und auch für Harry Styles’ Album-Opener „Music for a Sushi Restaurant“ scheint Obama ein Faible zu haben.
Dann sind da aber auch einige Songs dabei, die demonstrieren: Obama & Team diggen auch im Underground. Der scheppernde Alternative Pop von Dijon hat es auf die Liste geschafft und auch die Indie-Weirdness von Wet Legs „Angelica“ wird viele in diesem Kontext überraschend. Vince Staples und Mustard sorgen mit „Magic“ für Westcoast-Vibes und erzeugen unweigerlich ein Bild von Obama im bouncenden Lowrider und in welchem Szenario der 60-jährige „Split/Whole Time“ von Lil Yachty hört, kann man sich gar nicht erst ausmalen.
Egal ob Marketing-Tool oder ehrliche Musikbegeisterung, persönlicher Geschmack oder ausgeklügeltes Teamwork: Barack Obamas Sommer-Playlist sorgt jedes Jahr aufs Neue für einen kleinen Schmunzler und vielleicht sogar die ein oder andere Neuentdeckung. Und das ist ja schließlich, Obama zufolge, die Hauptsache.
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