Dieser eine Song: Foster the People – Pumped Up Kicks
Auf Bitten seines Vaters verlässt Frontmann Mark Foster nach seinem Highschool-Abschluss die US-Amerikanische Stadt Cleveland und geht nach Los Angeles, um dort als Musiker sein Geld zu verdienen. Viereinhalb Jahre lang schlägt sich Foster mehr oder weniger erfolgreich durch, bis er im Jahr 2009 auf Mark Pontius und Cubbie Fink trifft. Kurz nach dem ersten Aufeinandertreffen ist die Band Foster the People geboren. Wieder nur wenige Zeit später bietet das Trio den Song „Pumped Up Kicks“ auf ihrer Bandhomepage zum kostenlosen Download an. Im Rahmen von Online-Werbekampagnen erlangte der Song bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad, ehe die Band einen ersten Plattenvertrag beim Major-Label Columbia Records unterschrieb und der Song zum internationalen Sommerhit des Jahres 2010 wurde. Nachdem die Band den Song im Jahr 2011 nochmals auf einer EP und dem Debütalbum „Torches“ veröffentlichte, stieg „Pumped Up Kicks“ auf Platz 96 der Billboard Hot 100 ein und erreichte noch im Spätsommer Platz drei. Inzwischen kommt die Indie-Elektro-Pop-Band auf insgesamt drei Studioalben und vier EPs, mehrere Tourneen und Festivalauftritte auf dem gesamten Globus.
Foster The People – Pumped up Kicks
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Dass gerade „Pumped Up Kicks“ zum Sommerhit mutierte, ist, wenn man den Text des Liedes betrachtet, eher ungewöhnlich. Eine eingängige, fröhliche Melodie, seichte Indie-Klänge und eine Bassline mit Ohrwurmgarantie sorgen für den passenden Sommersound, trotz düsterer Lyrics. Pumped Up Kicks handelt von nicht weniger als einem sozial isolierten, psychotischen Jugendlichen und seiner Amoklauf-Fantasie. Der fröhlich anmutende Refrain entpuppt sich bei genauerem Hinhören als gar nicht so fröhlich: „All the other kids with the pumped up kicks, you’d better run, better run, outrun my gun / All the other kids with the pumped up kicks, you’d better run, better run, faster than my bullet“. Frontmann Mark Foster gibt an, den Song in etwa fünf Stunden geschrieben zu haben. Die Melodie soll dem Lied „Dreams“ von Fleetwood Mac ähneln und der düstere Text als Kontrast dienen. Pumped Up Kicks handele jedoch gar nicht von einem Amoklauf an einer Schule, sondern soll die Psyche des Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen. Nach einem Amoklauf an einer Grundschule im Jahr 2012 verzichteten jedoch vermehrt US-Amerikanische Radiosender darauf, den Song zu spielen, während der Musiksender MTV lediglich die Worte „gun“ und „bullet“ zensierte.
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