Dieser eine Song: Frittenbude – Mindestens in 1000 Jahren
2006 während einer Autofahrt gegründet, ist die bayerische Kombo Frittenbude bestehend aus Martin Steer, Jakob Häglsperger und Johannes Rögner kaum noch aus den Line-Ups deutschsprachiger Festivals wegzudenken. Zu sehr brennen sich die Erinnerungen an die euphorischen Live-Shows ins Gedächtnis ein. Die Mischung aus drei verschiedenen Genres kommt ganz einfach daher, dass jeder der drei Musiker sein favorisiertes Genre bei Frittenbude einbringt. So kommt es, dass manche Songs sehr Rap-lastig sind, andere wiederum seichte Indie-Klänge aufweisen und wieder andere zum exzessivem Rave aufrufen. Mit ihrer deutlich antifaschistischen Grundhaltung ist Frittenbude beim Hamburger Label Audiolith bestens aufgehoben und schafft es außerdem durch den Song „Bilder mit Katze“ die Absätze von Audiolith-Merchandise enorm zu steigern („du schenkst der Frau die du liebst ein Shirt von Audiolith“). Inzwischen kommen Frittenbude auf fünf Studioalben, ein Bonus-Mini-Album und das Remix-Album „Plörre“. Gerade in seiner Anfangszeit sorgte das Trio mit Remixen für Aufsehen, bei denen sie nicht nur die Instrumentale veränderten, sondern auch die Texte neu interpretierten. Auf „Plörre“ befinden sich unter anderem Remixe zu Songs von Kettcar, Egotronic oder Supershirt. Alle Mitglieder von Frittenbude sind außerdem mit Nebenprojekten unterwegs. Sänger Johannes Rögner bildet mit Kevin Hamann zusammen das Duo Lama L.A., Martin Steer ist Sänger und Gitarrist der Band pandoras.box und Mitbegründer des Labels „Antime“. Jakob Häglsperger ist neben seiner Tätigkeit bei Frittenbude außerdem unter dem Namen „Kalipo“ als Solokünstler unterwegs.
Frittenbude – Mindestens in 1000 Jahren
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Der bekannteste Song der Wahlberliner ist und bleibt bis heute „Mindestens in 1000 Jahren“. Erschienen im Jahr 2008 auf dem Debütalbum „Nachtigall“, war den Musikern nicht bewusst, dass es ausgerechnet dieser Song sein wird, der die Fans am meisten begeistert, ist er doch so ungewöhnlich aufgebaut: Angefangen mit einem langen Intro geht es über in die Strophe, daraufhin kommt ein langer Break, auf den dann zwei Mal der Refrain folgt. Im Interview mit PULS gibt die Band zu, dass „Mindestens in 1000 Jahren“ so nie geplant war, sondern eher einem Unfall gleicht. Ein Unfall, welchen Fans aber mit der Leichtigkeit ihrer Jugend verbinden, wodurch der Song vielleicht auch seine Popularität erlangt hat. Laut Eigenaussage von Sänger Johannes Rögner wurde der Text nach einer durchfeierten Nacht geschrieben und ist vielleicht auch gerade deswegen der passende Track für das Ende einer langen Nacht. Ob große Festivals, Konzerthallen oder Clubshows – „Frittenbude live“ kann man nur schwierig in Worte fassen. Als „Kneipenschlägerei auf Acid mit Kuscheltieren“ wurden manche Konzerte der Band beworben, was es wohl am Ehesten trifft. Wer nach den kräftezehrenden Shows noch stehen kann, wird mit Gänsehaut am ganzen Körper belohnt, sobald die ersten Klänge von „Mindestens in 1000 Jahren“ zu hören sind. Spätestens wenn die Strophe beginnt und alle Besucher laut mitsingen, werden die letzten Kraftreserven mobilisiert und das Finale nimmt seinen Lauf.
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