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Dieser eine Song: Green Day – Wake Me Up When September Ends

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Tagged: Green Day

Der September ist vorbei, lasst uns Billie Joe Armstrong wecken! Memes nach diesem Kredo findet man nahezu jedes Jahr auf der langsam herbstlich anmutenden Social Media Landing Page. Ob besagter Green Day-Frontmann den Joke selbst noch witzig findet, lässt sich mit Blick auf einige Interview-Snippets und vor allem den eigentlichen Kontext des Songs zwar ein bisschen anzweifeln. Aber erst mal alles auf Anfang: Der globale Hit „Wake Me Up When September Ends“ von Green Day erschien am 17. September 2004 auf dem Album „American idiot“ und hält sich bis heute als einer der kultigsten Pop-Punk-Titel der frühen 2000er.

„American Idiot“ und der Irakkrieg

„American Idiot“ wurde nach seinem Release als von Kritiker hochgelobtes Konzeptalbum gefeiert, ist bis heute Green Days größter kommerzieller Erfolg und wurde damals mit einem Grammy als „Best Rock Album“ ausgezeichnet. Neben „Wake Me Up When September Ends“ finden sich auch ikonische Titel wie „Boulevard of Broken Dreams“ und „Jesus of Suburbia“ auf der Platte. Im Zentrum der Erzählung steht der frustrierte Jugendliche Jimmy, der seinem engen und konservativen Vorstadtumfeld entkommen will. Gespickt mit Kritik an Medienhysterie, politischer Manipulation und starrem US-Patriotismus während der Bush-Ära und des Irakkriegs erinnern einige der Themen heute wieder erstaunlich an aktuelle Debatten.

Auf „Wake Me Up When September Ends“ wurde es für Frontmann Billie Joe Armstrong dann noch einmal besonders persönlich, auch wenn man das dem Musikvideo zunächst kaum anmerkt. Schließlich muss man sich nach einem ziemlich langen Intro erst mal ein verliebtes Teenager-Pärchen anschauen, das einem das Gefühl gibt, gerade diesem einen nervigen Paar aus der Schule beim endlosen und viel zu öffentlichen Rumknutschen zuzusehen. Nach typischem Teenager-Alltag, Partys und Beziehungsstreits nimmt das Video allerdings eine deutlich ernstere Wendung: Das junge Paar wird auseinandergerissen, nachdem er sich freiwillig bei den United States Marine Corps meldet und in den Irakkrieg zieht. Sie bleibt am Boden zerstört zurück. Konsequent im Konzept des Albums, aber etwas konträr zu allem was man sonst so über die Lyrics des Hits weiß.

Die Geschichte hinter „Wake Me Up When September Ends.“

Ursprünglich soll Billie Joe Armstrong den Song nämlich über den Tod seines Vaters geschrieben haben. Dieser starb an Krebs, als Billie Joe erst zehn Jahre alt war. Der Legende nach soll er sich nach der Beerdigung in seinem Zimmer eingeschlossen und seiner Mutter zugerufen haben: „Wake me up when September ends.“

Dass aus diesem sehr persönlichen Song Jahrzehnte später ein jährliches Internet-Ritual geworden ist, wirkt deshalb zwar ein bisschen absurd, gleichzeitig aber auch ziemlich schön. Unter den diversen YouTube-Videos zu dem Song sammeln sich bis heute nostalgische, melancholische und anteilnehmende Kommentare. Alles nach dem Motto: „Goodbye September 2026!“. Irgendwie ist es dann also trotz oder vielleicht auch gerade wegen dem Meme rund um „Wake me up when September ends“ irgendwie auch schön, dass sich jedes Jahr wieder so viele unter demselben Song zusammenfinden.

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